IHK Cottbus begrüßt nationale Wasserstoffstrategie

IHK Cottbus begrüßt nationale Wasserstoffstrategie

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus begrüßt die heute von der Bundesregierung verabschiedete Nationale Wasserstoffstrategie.

Wasserstoff in der Lausitz

Deutschland ebnet mit der Nationale Wasserstoffstrategie den Weg für den Energieträger der Zukunft

“Das Thema Wasserstoff hat jetzt das Potenzial, eines der wichtigsten technologischen Aushängeschilder der Lausitz zu werden. Die Herstellung von Wasserstoff aus grünem Strom durch Wind und Sonne, der Einsatz als umweltfreundlicher Treibstoff für Busse, Autos, Lastwagen und Flugzeuge und als Wärmelieferant bis hin zur Komponentenproduktion für die Wasserstoff-Brennstoffzellenfertigung – kann künftig Realität in der Strukturwandelregion Lausitz werden. Die Unternehmen stehen in den Startlöchern”, sagt Jens Krause, Generalmanager Mobilität und Infrastruktur bei der IHK Cottbus und Sprecher des Wasserstoffnetzwerkes Lausitz.

“Das Ziel ist aber noch nicht erreicht. Die Bundesregierung muss jetzt unbedingt die regulatorischen Rahmenbedingungen anpassen, damit Wasserstoff in Deutschland und in der Lausitz wirtschaftlich produziert werden kann. Steuern, Umlagen und Entgelte wie z.B. die EEG Umlage auf die Wasserstoffproduktion gehören komplett abgeschafft. Darüber hinaus muss es endlich möglich werden, auch Experimentierklauseln in den genehmigten Reallaboren anzuwenden, damit Projekte wie z. B. das Wasserstoffreferenzkraftwerk in Schwarze Pumpe auch starten können, um Technologiegeschichte ‚Made in der Lausitz‘ zu schreiben”, so Jens Krause.

Erste Weichen für eine erfolgreiche Zukunft der Lausitz als Wasserstoffregion hat das Bundesverkehrsministerium bereits gestellt und den Projektzuschlag als “HyStarter Wasserstoffregion Lausitz” erteilt. Hier erarbeiten die Wasserstoff-Projektentwickler der Lausitz gemeinsam mit Landespolitik und weiteren Experten die Wasserstoffstrategie für die brandenburgische und sächsische Lausitz, die im September 2020 vorgestellt wird.

Hintergrund

Wasserstoffnetzwerk Lausitz

Das Netzwerk wurde unter dem Slogan “Durchatmen” im Juli 2019 in Cottbus gegründet. Auf Grund des enormen Zuspruchs wurde das Netzwerk mittlerweile auf die gesamte Lausitz ausgedehnt. Mittlerweile hat das Netzwerk über 60 Mitglieder aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen und weiteren Stakeholdern mit Wasserstoffbezug. Über 40 verschiedene Wasserstoffprojekte und Ideen rund um das Thema Wasserstoff konnten bereits identifiziert werden. Die Koordination und die Sprecherrolle des Wasserstoffnetzwerkes Lausitz liegen bei der IHK Cottbus.

Informationen unter: www.cottbus.ihk.de/wasserstoff

Wasserstoffpotentiale in der Lausitz

Im Auftrag der Wirtschaftsregion Lausitz (WRL) hat das Fraunhofer IWU untersucht, in welchem Maße aus erneuerbarem Strom gewonnener, sogenannter grüner Wasserstoff fossile Energieträger in der Lausitz ersetzen kann. Während in den Bereichen Gebäude und Industrie Wasserstoff sukzessive fossiles Erdgas ersetzen kann, bieten sich im Verkehrssektor zahlreiche Optionen wie z. B. Wasserstoff-Brennstoffzellenantriebe oder synthetische Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren an. Für das Jahr 2030 geht die Studie u.a. von einem Anteil von 5% Brennstoffzellen-PKW, 32,5% Brennstoffzellen-Bussen und einem 20%-Anteil Wasserstoff im Erdgasnetz aus. Um diese Bedarfspotentiale von ca. 160.000 Tonnen pro Jahr 2030 zu erreichen, wäre eine installierte Elektrolyseleistung von über 1500 MW erforderlich.

Die Ergebnisse der Studie können Sie hier einsehen.

Quelle: IHK Cottbus

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