Handwerksunternehmen bietet ungewöhnliche Hilfe

Zahlreiche Geschäfte und Betriebe müssen aufgrund der Maßnahmen der Bundesregierung zur Coronakrise vorübergehend schließen. Doch untätig sein möchte niemand und so bieten derzeit viele Handwerksunternehmen im Kammerbezirk der Handwerkskammer Cottbus (HWK) ihre Hilfe in anderer Weise an und unterstützen so unter anderem Senioren oder medizinisches Fachpersonal bei der Arbeit.

Regionale Handwerk bietet in der Coronakrise ungewöhnliche Hilfe

Mit Einkaufsservice und handgemachten Masken gegen die Krise

Einkaufsservice für Senioren

Drei nagelneue Kompaktwagen der Marke Kia stellt das Luckauer Autohaus Tosch für Einkaufstouren zur Verfügung. Unter der Telefonnummer 01525 7325000 können vor allem ältere Bürger aus der Umgebung den kostenlosen Einkaufsshuttle bestellen. “Wir sind hier eine sehr ländliche Region. Die älteren Menschen sollten zu Hause bleiben, um sich vor der Virus-Ansteckung zu schützen. Doch sie geraten damit stark in Bedrängnis, weil ihnen Lebensmittel fehlen”, berichtet Geschäftsführer Ingo Haberland. “Hier helfen wir: Per Telefon, WhatsApp oder E-Mail nehmen wir die Bestellung an, kaufen ein und liefern aus. Den Betrag für den Einkauf überweisen die Senioren. Wir gehen damit zwar in Vorkasse, doch schlechte Erfahrungen gibt es keineswegs. Ich vertraue da allen Hilfsbedürftigen.” Über Facebook hatte das Autohaus die Aktion gestartet und Ingo Haberland war überwältigt vom Zuspruch: “Viele freiwillige Helfer haben sich direkt gemeldet, die nun als Fahrer zur Verfügung stehen.”

https://www.lausitz-branchen.de/medienarchiv/cms/upload/2020/04/Einkaufsservice_fuer_Senioren.jpg

BU: Geschäftsführer Ingo Haberland (l.) und Andreas Tosch (r.) starteten am vergangenen Wochenende mit dieser Hilfsaktion und freuen sich über die Reaktionen. – Fotonachweis: Autohaus Tosch

600 Masken zum Schutz vor den Viren

Beide Töchter von Raumausstattermeister Matthias Kössler arbeiten im medizinischen Bereich, wo es aktuell einen akuten Engpass an Schutzmitteln gibt. “Ich wollte in dieser Situation unbedingt helfen und habe einen Prototypen entwickelt. Weil ich jedoch nicht genug Stoff hatte, der bei 60 Grad waschbar ist, warte ich im Moment auf eine Lieferung. Auch weitere Einzelteile, wie Gummis, müssen den Hygieneanforderungen stand- und den Waschgang durchhalten”, erklärt der Raumausstattermeister aus Herzberg. “Ganz speziell für Kinder haben wir ein Stoffmotiv gewählt, dass jede Angst vor Corona nehmen soll. Große Nachfrage nach Schutzmasken gibt es vom Katholischen Altenpflegeheim St. Marien in Bad Liebenwerda, um die Ansteckung mit dem Virus unter den Bewohnern zu verhindern”, so Matthias Kössler.

https://www.lausitz-branchen.de/medienarchiv/cms/upload/2020/04/schutzmasken.jpg

BU: Das Unternehmen Kössler Raumausstattung fertig Schutzmasken für den medizinischen Bereich. – Fotonachweis: Kössler Raumausstattung

Quelle: PM HWK Cottbus

Artikel teilen

Ähnliche Artikel