Lausitzer Masterplan für digitalen Wandel

Veröffentlicht: Mittwoch, 2. Dezember 2020, 08:34 Uhr

Lausitzer Masterplan für digitalen Wandel

In der vergangenen Woche besprachen Vertreter der Lausitzrunde, wie bestimmte Digitalisierungsprojekte den Strukturwandel stärken können. Es ging um die Frage, ob ein digitaler Wandel die Voraussetzung für alle weiteren Projekte in der Lausitz ist und wie er von statten gehen kann.

Lausitzrunde baut auf Masterplan für digitalen Wandel

Bei ihrer Begrüßung machte Christine Herntier, Bürgermeisterin der Stadt Spremberg und Sprecherin der Lausitzrunde die Grundposition des kommunalen Bündnisses deutlich: "Jetzt ist die Zeit, um die kürzlich beschlossenen Gesetze zum Kohleausstieg und zur Strukturentwicklung mit Leben zu füllen und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen. Wir wollen nicht die Verlierer des Strukturwandels sein, sondern wir wollen mitgenommen werden und mitbestimmen." Die Forster Bürgermeisterin Simone Taubeneck ergänzte: "Es ist dabei zwingend erforderlich, dass wir zusammenhalten."

Eines der Felder der geforderten Mitbestimmung ist die Digitalisierung. "Die Lausitz braucht dafür einen Masterplan", stellte Dr. Hans-Georg Prodoehl klar. Die Prodoehl Consult GmbH berät besonders Institutionen im öffentlichen Sektor u.a. zu Prozessoptimierung. Er stellte gemeinsam mit dem Informations- und Kommunikations-Dienstleister dataport.kommunal fünf Handlungsfelder vor, wie ein digitaler Wandel die Strukturänderungen in der Lausitz fördern und begleiten kann. So müssen vor allem Verwaltungsdienstleistungen, Wirtschaftsförderung, Mobilität, Gesundheitsversorgung und die Gemeinschaftskultur digital gestärkt werden.
"Wir wollen die Kommunen bei den Projekten direkt vor Ort beraten und sie bei unserer Arbeit mit dem vorhandenen Know-how aktiv mit einbinden", betonte Jorge Herdt von dataport.kommunal. Dabei sollen bereits bestehende, gut funktionierende digitale Infrastrukturen in der Lausitz keineswegs in Frage gestellt werden. Im Gegenteil, vielmehr geht es um die Verbesserung und die Weiterentwicklung des Vorhandenen.

Julian Brüning, Abgeordneter im brandenburgischen Landtag (CDU) und Mitglied im Sonderausschuss "Strukturentwicklung in der Lausitz", war ebenfalls Gast der Kleinen Lausitzrunde. Er konstatierte: "Ich nehme viele interessante Ansätze und neue Ideen mit in den Landtag." Die Mitglieder der Lausitzrunde, so Brüning, hätten eine besondere Bedeutung, da sie von den Bürgerinnen und Bürger der Lausitz gewählt wurden und somit eine direkte Verantwortung gegenüber der Region haben. Christine Herntier bestätigte das: "Wir müssen den Dialog zur brandenburgischen und sächsischen Landesregierung weiter intensivieren. In Zeiten von Corona sind die Möglichkeiten persönlicher Treffen leider stark begrenzt. Ein Austausch kann jedoch gewährt werden, wenn die Lausitz eine zeitgemäße und gut entwickelte digitale Infrastruktur besitzt. "Der digitale Masterplan kann gemeinsam entwickelt werden. Wir machen mit. Es darf nichts mehr auf die lange Bank geschoben werden."

Die Lausitzrunde ist ein kommunales Bündnis in Südbrandenburg uns Ostsachsen, das als Bindeglied zwischen den Menschen vor Ort und allen Akteuren im Strukturwandel sieht. Das Bündnis versteht sich als Sprachrohr zur Politik und vertritt vor allem die Interessen der Bürger vor Ort.

Quelle: Tudyka.PR im Auftrag der Lausitzrunde