Beherbergungsverbot trift Spreewald besonders hart

Veröffentlicht: Montag, 19. Oktober 2020, 08:26 Uhr

Beherbergungsverbot trift den Spreewald besonders hart

Lübbenau/Spreewald. Annette Ernst, Leiterin des Tourismusverbandes Spreewald zum aktuellen Beherbergungsverbot im Land Brandenburg:

"Die Auswirkungen des aktuell geltenden Beherbergungsverbots sind für den Tourismus in Deutschland insgesamt fatal. Insbesondere trifft es aber den Spreewald besonders hart. Unsere Region wird vor allem in der Herbst- und Winterzeit von vielen Berlinern gerne in den Herbstferien bzw. übers Wochenende besucht. Die aktuelle Verordnung ist absolut kontraproduktiv für eine dringend notwendige positive wirtschaftliche Entwicklung nach dem Lockdown im Frühjahr. Wir hoffen, dass sich da noch etwas ändert. Jeden Tag pendeln die Menschen beruflich zwischen Berlin und Brandenburg hin und her und sind in Kontakt, aber übernachten dürfen sie im Spreewald nicht so einfach. Geforderte Corona-Tests sind in Berlin aus Kapazitätsgründen fast gar nicht mehr zu bekommen. Die Politik muss sich nochmals zusammensetzen. Ein Beherbergungsverbot löst die Probleme nicht, sondern wirft noch mehr Fragen auf. Es darf zwar weiterhin in den Spreewald gereist werden, aber im eigenen Hotelzimmer bzw. Ferienhaus darf der Gast nicht bleiben. Das ist nicht vermittelbar. Gleichzeitig werden die vielen Hoteliers und Gastronomen wieder bestraft, die sich den ganzen Sommer über aufgerappelt hatten, und gerade für die Herbst- und Winterzeit die Ausfälle aus dem Frühjahr kompensieren wollten. Außerdem wurde sehr viel Geld in gute Hygiene-Konzepte gesteckt. Genau diese Konzepte könnten das Infektionsrisiko mehr eindämmen."

Weiterführende Informationen zum Spreewald bietet die Internetseite www.spreewald.de

Quelle: Tourismusverbandes Spreewald