Aktuelle Informationen zur Afrikanischen Schweinepest in Spree-Neiße

Veröffentlicht: Freitag, 11. September 2020, 09:07 Uhr

Karte mit Fundort | Quelle: Landkreis Spree-Neiße

Nach der Meldung von Fallwild in Form eines weiblichen Wildschweines der Altersklasse 2 am Montag, dem 7. September 2020, durch den zuständigen Jäger im Eigenjagdbezirk im Ortsteil Sembten in der Gemeinde Schenkendöbern, wurde am heutigen Donnerstagvormittag, dem 10. September 2020 durch das Friedrich Löffler Institut in Riems endgültig bestätigt, dass das verweste Tier den Virus der Afrikanischen Schweinpest enthält. Daraufhin stellte der Amtstierarzt, Dr. Helfried Kröber, am gleichen Tag um 11:15 Uhr den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen im Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa amtlich fest. Im Landkreis wurden unverzüglich der Krisenstab einberufen und entsprechende Maßnahmen festgelegt. Neben der Information der Bevölkerung umfasst dies in einem ersten Schritt die Einrichtung von Restriktionszonen. Die Kernzone umfasst dabei einen Umkreis von ca. drei Kilometern vom Fundort. Diese Abgrenzung wird mit einem elektrischen Zaun abgesichert sowie mit gewissen Betretungs- und Ernteverboten belegt. Bei der zweiten Zone mit einem Radius von 15 Kilometern handelt es sich um das sogenannte gefährdete Gebiet, dem der dritte Radius mit einer Weite von 30 Kilometern folgt. Im gefährdetem Gebiet gibt es 17 gemeldete Schweinehaltungen, davon eine in der Kernzone. Die ersten Beprobungen sind bereits angelaufen. Weiterhin werden alle toten Wildschweine in der Kernzone beprobt und zu einer Kadaversammelstelle nach Bresnichen gebracht. Die Sammlung und Beprobung von erlegten Wildschweinen im gefährdeten Gebiet wird in einer nahegelegenen Wildsammelstelle des Landesforstes erfolgen. Als eine der nächsten Maßnahmen wird in enger Abstimmung mit dem Landkreis Oder-Spree der Zaun um die Kernzone errichtet. Ebenso wird der Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa vom Tierseuchenbekämpfungsdienst des Landes Brandenburg vor Ort unterstützt.

Quelle: Pressestelle Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa