Sensibilisierung Unternehmensnachfolge

Veröffentlicht: Montag, 17. August 2020, 10:09 Uhr

Sensibilisierung Unternehmensnachfolge

Mit ihrem neuen Projekt "Sensibilisierung Unternehmensnachfolge" und drei zusätzlichen Mitarbeitern bereitet die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus Unternehmen frühzeitig auf eine Nachfolge vor. Denn die Zahl der Unternehmen, die sich mittelfristig mit dem Thema auseinander setzen sollten, nimmt zu. Dazu werden Unternehmensinhaber, die 55 Jahre und älter sind, persönlich von den drei neuen Nachfolgeplanern Mike Bartz (für Cottbus/Spree-Neiße), Sandra Liersch (für Dahme-Spreewald) und Anja Kammerath für (Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz) angesprochen.

IHK sensibilisiert Unternehmer verstärkt für das Thema Nachfolge

"Unser Team geht aktiv auf Unternehmen zu und bietet ihnen einen Nachfolgecheck an, bei dem verschiedene Aspekte der Nachfolgeplanung durchgesprochen werden, wie z. B. der Zeitrahmen, die Einbindung externer Fachleute, Kandidatensuche und anstehende Übergabeschritte", erläutert Nachfolgeplanerin Sandra Liersch.

Zudem gibt es einen engen Austausch mit den IHK-Gründungsberatern, die mit Partnern wie den Hochschulen und Gründerzentren vernetzt sind. Denn es lohnt sich, das Thema Nachfolge auch in den Fokus des Gründungsgeschehens zu rücken. Diese Form hat nämlich einen entscheidenden Vorteil: Das Unternehmen ist gefestigt und eingeführt, Prozesse sind etabliert, Einnahmen und Erträge definiert. Diese Tatsache schätzte auch Mathias Bahl, Geschäftsführer von Technische Bürsten GmbH in Spremberg als er im Januar 2019 das traditionsreiche Unternehmen von Eberhard Gleitsmann übernahm. "Sich mit einer Unternehmensnachfolge in die Selbstständigkeit zu begeben, ist eine sehr gute Möglichkeit die Welt von morgen mitzugestalten und seiner Eigenverantwortung gerecht zu werden." Er hatte die Chance erkannt und mit Eberhard Gleitsmann einen Unternehmenschef kennengelernt, der sich sehr bewusst mit der eigenen Zukunft beschäftigt hatte und die Unternehmenszukunft in jüngeren Händen sah.

Auch ist die IHK Regionalpartner Deutschlands größter kostenfreier Nachfolgebörse www.nexxt-change.org. Je nach Wunsch übernehmen die IHK-Nachfolgeplaner die Veröffentlichung der Inserate oder vermitteln den Kontakt zwischen den Beteiligten. Zugleich können durch sie mögliche Interessenten vorgefiltert werden, um unqualifizierte Interessenten auszuschließen.

In den kommenden Monaten wird es zum Thema Nachfolge eine Reihe an Veranstaltungsangeboten und Best-Practise-Beispielen geben, so z. B.

am 12. August, um 17 Uhr
Webinar: "Schutz für Firma und Familie - mit dem Notfallhandbuch"

am 3. September, um 10 Uhr
Webinar: Gesucht und gefunden: Die NEXXT-CHANGE-Nachfolgebörse richtig nutzen!

am 7. Oktober, um 17 Uhr
Webinar: Unternehmensnachfolge am gelebten Beispiel

Hintergrund

Alle drei Brandenburger IHKs Cottbus, Ostbrandenburg und Potsdam starten das Projekt "Sensibilisierung Unternehmensnachfolge". Es wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert und läuft bis Juni 2022.

In ganz Südbrandenburg sind es von rund 34.000 IHK-Mitgliedsbetrieben 13.639 IHK-Unternehmen mit Geschäftsführern und Unternehmern in der Altersgruppe 55+. Aufgeteilt auf die Regionen stellen sich die Zahlen wie folgt dar: im Landkreis Dahme-Spreewald 4350 Unternehmen, in Cottbus 2023 Unternehmen, in Spree-Neiße 2706 Unternehmen, in Oberspreewald-Lausitz 2100 Unternehmen und in Elbe-Elster 2460 Unternehmen.

Informationen:

Quelle: IHK Cottbus