Oberbürgermeister gratuliert neuer BTU-Präsidentin

Veröffentlicht: Freitag, 17. Juli 2020, 08:06 Uhr

Cottbus. Der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch gratuliert Prof. Gesine Grande herzlich zur Wahl zur Präsidentin der BTU Cottbus-Senftenberg.

OB Holger Kelch gratuliert neuer BTU-Präsidentin und dankt Prof. Hipp

"Mit der Wahl von Frau Prof. Grande verbinden sich viele Hoffnungen und hohe Erwartungen in der gesamten Lausitz. Die neue Präsidentin kann auf Stadt Cottbus/Chóśebuz zählen. Wir werden ihr zur Seite stehen und sie unterstützen. An einer Universität mit vielen Herausforderungen, zu wenig Finanzen sowie Fusionsschmerzen, die überwunden werden müssen, sind viele Impulse notwendig. Der Strukturwandel, in dem die BTU eine wesentliche Rolle spielen muss, duldet keinen Aufschub. Gleichzeitig danke ich Prof. Christiane Hipp für ihre bisherige Tätigkeit, vor allem als amtierende BTU-Präsidentin in einer schwierigen Zeit.

Die BTU Cottbus-Senftenberg wird einer der Treiber im Strukturwandel sein. Dazu sind Konstanz und Sachverstand in der Führung sowie integratives Wirken in den Wissenschafts-, Forschungs- und Lehrbetrieb ebenso wie in die Stadt hinein unerlässlich. Die BTU ist eine Universität mitten in der Stadt.

Ihre Profilierung ist einer der Pfeiler des Wandels speziell in unserer Stadt, der von den wirtschaftlichen Strukturen ausgehend weit in die gesellschaftlichen Wandelprozesse hinein spürbar sein wird. Dazu bietet die Stadtverwaltung der BTU Cottbus-Senftenberg eine weiter sehr enge Kooperation an, um die Ansiedlung von neuen Instituten und Forschungseinrichtungen und die Werbung um Studentinnen und Studenten zu unterstützen. Gleichzeitig forciert die Stadt Cottbus/Chóśebuz ihre Bemühungen um den Strukturwandel und die Stadtentwicklung - so u.a. am künftigen Ostsee -, um dadurch Arbeitsplätze zu sichern, eine Atmosphäre des Gründens zu schaffen und so Forschenden, Wissenschaftlern und Studierenden eine attraktive, herausfordernde und spannende Heimatstadt sein zu können."

Zur Person

Gesine Grande wurde 1964 in Leipzig geboren und studierte dort Psychologie. Sie hat einen erwachsenen Sohn.

Lebenslauf

Akademische Ausbildung

Prof. Gesine Grande studierte von 1983-1988 Psychologie an der Universität Leipzig, hat 1997 an der Universität Bielefeld ihre Promotion mit summa cum laude als „Doctor of Public Health“ abgeschlossen und wurde 2012 an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig habilitiert.

Akademische Laufbahn

Gesine Grande begann ihre akademische Berufstätigkeit 1988 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universitäts-Frauenklinik in Leipzig. Zwischen 1991 und 2003 war sie in verschiedenen Forschungsprojekten an den Universitäten Essen und Bielefeld und ab 1997 als wissenschaftliche Assistentin (C1) in der AG Sozialepidemiologie und Gesundheitssystemgestaltung an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften bei Prof. Bernhard Badura beschäftigt. 2003 erfolgte der Ruf auf eine Professur für Psychologie an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig). Während ihrer Zeit als Professorin an der HTWK Leipzig hat Gesine Grande eine interdisziplinäre Forschungsgruppe aufgebaut, aus der acht erfolgreich abgeschlossene Promotionen hervorgingen und durch die mehr als fünf Millionen Euro Drittmittel eingeworben wurden. Zum 1.1.2014 wechselte sie an die Universität Bremen, wo sie die W3-Eckprofessur "Evidenzbasierte Gesundheitsförderung" übernahm. Im gleichen Jahr setzte sich Prof. Grande im Rektorwahlverfahren an der HTWK Leipzig erfolgreich durch und trat zum 1.10.2014 ihre fünfjährige Amtszeit als Rektorin an.

Amtszeit als Rektorin der HTWK Leipzig

In ihrer Amtszeit als Rektorin an der HTWK Leipzig (2014-2019) wurde eine hochschulweite zukunftsorientierte Strukturreform initiiert und umgesetzt. Die Einrichtung der bundesweit einmaligen Stiftungsfakultät "Digitale Transformation", gefördert von der Deutschen Telekom AG, war einer ihrer größten Erfolge. Die Hochschule profilierte sich auch wissenschaftlich stark, sichtbar in Drittmittelrekorden, dem Einwerben von Stiftungsprofessuren und gemeinsamen Berufungen mit der Fraunhofer-Gesellschaft und mit der Akademie der Wissenschaften. Trotz des stark ausgeprägten ingenieurwissenschaftlichen Profils wuchsen die Studienbewerberzahlen entgegen dem bundesweiten Trend.

Erfahrungen im Hochschul- und Forschungsmanagement

Prof. Gesine Grande verfügt über exzellente Netzwerke und Erfahrungen im Forschungs- und Hochschulmanagement. Sie war Präsidiumsmitglied verschiedener wissenschaftlicher Fachgesellschaften und ist regelmäßig als Gutachterin nationaler und internationaler Forschungsschwerpunkte aktiv. In ihrer Zeit als Rektorin war sie Sprecherin der sächsischen HAW und stellvertretende Vorsitzende der sächsischen Landesrektorenkonferenz. Sie wurde als Mitglied in die HRK-Arbeitsgruppe „Novellierung der HRK-Ordnung“ und in die ständige "Kommission für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs" der HRK gewählt. Als wissenschaftliche Leiterin des Graduiertenzentrums der HTWK Leipzig hat sie den Aufbau einer strukturierten Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an der Hochschule geprägt und zu einem bundesweiten Vorbild gemacht. Sie engagiert sich darüber hinaus für wichtige gesellschaftliche Herausforderungen, zum Beispiel im Beirat Nachhaltiges Leipzig und im Klimabeirat der Stadt Leipzig.

Foto: Prof. Dr. Gesine Grande (Foto: Kirsten Nijhof)

Quelle: PM Stadt Cottbus