Honig- und Wildbienen auf Rekultivierungsflächen

Veröffentlicht: Dienstag, 26. Mai 2020, 10:53 Uhr

Honig- und Wildbienen auf Rekultivierungsflächen

Mit dem Jahresverlauf beginnt die Blühtezeit auch in der Bergbaufolgelandschaft. Auf den Rekultivierungsflächen bieten jetzt weitreichende Blühstrukturen, Heideflächen, unterschiedliche Strauch-, Alleebaum- und Mischwaldbestände großflächig Nahrung für Insekten.

Bienen ziehen wieder auf die Rekultivierungsflächen im Tagebau

Die LEAG kooperiert mit regionalen Imkern und wissenschaftlichen Einrichtungen auf Rekultivierungsflächen zum Erhalt der Honig- und Wildbienen.

Seit vielen Jahren ziehen Honigbienen über diese Flächen der LEAG. So werden durch den Vorsitzenden des Imkervereins Forst, Christoph Junghanns, derzeit die Aufstellorte in der Rekultivierungsfläche des Tagebaus Jänschwalde koordiniert. "Herr Junghanns verantwortet den Aufbau einer stabilen Völkerzahl, sorgt für die Schutzbereiche der Belegstellen und steuert die Ansiedlung in den Gebieten mit Bienentrachtpflanzen", erläutert Doris Wüstenhagen vom Bereich Rekultivierung der LEAG. „Dabei wandern die Völker mit der Blütezeit durch das Revier und sichern so den Fruchtertrag".

In Vorbereitung ist eine Kooperation der LEAG mit der Humboldt-Universität. "In einer Pilotstudie will die Humboldt-Universität untersuchen, wie es um die Häufigkeit, Dichte und Vielfalt von Wildbienen in den Blühstreifen entlang landwirtschaftlicher Nutzpflanzen steht. Dazu werden ab diesem Jahr im Tagebau Jänschwalde Luzernenfelder genutzt, so Wüstenhagen. Vor der Blüte werden hierzu am Feld sechs „Bienenhotels" in einem Abstand von 20 Meter aufgestellt. Während der Hauptblüte von Juni bis September wird dann bestimmt, welche Bienenarten das Angebot nutzen.

"Über die Kooperationen mit Imkern und Hochschule versuchen wir, die Zahl der Honig- und Wildbienen auf unseren Flächen zu erhalten. Wir unterstützen hier durch den Anbau eines kontinuierlichen und vielfältigen Nahrungsangebots", erklärt Doris Wüstenhagen vom Bereich Rekultivierung der LEAG. „Dabei profitieren beide Seiten."

Quelle Text und Foto: LEAG