Pro-aktive Unternehmensberatung in ostdeutschen Braunkohleregionen

Veröffentlicht: Mittwoch, 13. Mai 2020, 10:09 Uhr

Pro-aktive Unternehmensberatung in ostdeutschen Braunkohleregionen

Cottbus. Im Zuge des Strukturstärkungsgesetzes und der angekündigten Strukturhilfen ist das Modellprojekt "Pro-aktive Unternehmensberatung in ostdeutschen Braunkohleregionen" angelaufen. In dessen Rahmen prüft das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, inwiefern eine strategische Unternehmensberatung die vom Kohleausstieg direkt oder indirekt betroffenen Mittelstandsunternehmen in den Revieren bei der strategischen Neuausrichtung unterstützen kann. Nun hat die Interviewphase mit Unternehmen in den Kohleregionen begonnen, für die noch Unternehmen aus der Lausitz gesucht werden. Bearbeitet wird das Projekt vom Institut der deutschen Wirtschaft gemeinsam mit dem imreg Institut für Mittelstands- und Regionalentwicklung in Dresden.

Perspektiven nach der Kohle: IHK ruft Unternehmen zur Teilnahme an Bundespilotprojekt zur Strategieberatung auf

"Nach Monaten der Vorbereitung ist nun der Startschuss für die Telefonbefragungen durch das Sozialforschungsunternehmen aproxima gefallen. Direkt und indirekt betroffene Unternehmen in der brandenburgischen Lausitz rufen wir zur Teilnahme an dem Projekt und den Interviews auf. Dies ist durchaus wichtig, denn innerhalb der Pilotphase können Unternehmen aktiv bei der Gestaltung der Förderrichtlinie für 2021 mitwirken. Zugleich können sie von einem hilfreichen Benchmark-Bericht profitieren und sich mit etwas Glück frühzeitig Fördergelder für Unterstützungsleistungen zur strategischen Neuausrichtung sichern. Betroffene Unternehmen müssen in ihren strategischen Kompetenzen gestärkt werden, um sie zukunftssicher zu machen, dafür hat sich die IHK lange stark gemacht. Dieses Projekt ist ein wichtiger Schritt dorthin", stellt Marcus Tolle, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus dar.

Erfasst werden in den Interviews neben den Ausgangsbedingungen des Unternehmens auch dessen Anregungen zu konkreten möglichen Unterstützungsformen, die Unternehmensmehrwert genieren könnten. Die zentralen Ergebnisse der Erhebung werden mitsamt den regionalökonomischen Rahmenbedingungen prägnant in einem Benchmark-Bericht für das Unternehmen aufbereitet. Zudem werden wettbewerbsrelevante Unternehmensanalysen über einen kostenfreien Datenbankzugang ermöglicht. Aus dem Standortvergleich mit anderen Regionen in Deutschland lässt sich anhand verschiedener Kriterien wie Wachstums-, Innovations- und Digitalisierungskennziffern schließlich ableiten, welche regionalen Stärken und Entwicklungspotenziale vor Ort existieren. Im Projektverlauf werden die regionalen Akteure über verschiedene Instrumente und Formate wie Informationsgespräche und Erfahrungsaustausche weiter beteiligt.

Informationen zum Projekt und das Anmeldeformular finden Unternehmen auf www.imreg.de/proaktiv2020.html.

Quelle: IHK Cottbus