Beratungsinitiative *Fit for Restart* für Handel und Gastgewerbe

Veröffentlicht: Montag, 11. Mai 2020, 11:50 Uhr

Beratungsinitiative Fit for Restart für Handel und Gastgewerbe

Besonders stark von der Corona-Krise betroffene Südbrandenburger Unternehmen aus Handel, Gastronomie und Tourismus hilft die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus jetzt mit der am 11. Mai startenden Beratungsinitiative "Fit for Restart". Sie bildet den Einstieg in einen von Branchenexperten begleiteten qualifizierten Beratungsprozess, der von ersten operativen Optimierungsmaßnahmen zur Krisenbewältigung über das Vermitteln von Expertenwissen aus der Betriebspraxis bis hin zur Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen und Unternehmenskonzepten reicht.

Fit for Restart: IHK-Beratungsinitiative für Händler, Gastronomen und Touristiker

"Wir begrüßen die ersten Lockerungen für diese Branchen sehr. Wir müssen aber davon ausgehen, dass die pandemiebedingten und extremen unternehmerischen Herausforderungen noch längere Zeit anhalten werden. Viele müssen jetzt prüfen, inwiefern sich die Öffnung wegen der hohen Gesundheitsschutzauflagen überhaupt für sie lohnt, denn klar ist, dass der Restart erstmal mit weniger Umsatz und höheren Kosten verbunden ist. Neben den steuerlichen Entlastungen muss daher schnellstens ein spezieller Rettungs- und Entschädigungsfonds für die Branche aufgelegt werden. Im Rahmen des Projekts möchten wir aktive Unterstützung geben, um die Krise besser zu meistern und am Markt zu bestehen. Ein Weg kann die Anwendung digitaler Lösungen und Vermarktungsmöglichkeiten sein. Wer sich ihnen bisher wenig gewidmet hat, sollte dies jetzt unbedingt tun", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Marcus Tolle.

Den Einstieg bildet die Webinar-Reihe "Fit for Restart", die erste allgemeine branchenspezifische Hilfestellungen gibt. Mit dem Check "Fit für die Zukunft" in der zweiten Projektphase erhalten Unternehmen die Möglichkeit zur individuellen Expertenbegleitung. Dabei wird der aktuelle Status quo des Unternehmens von Grund auf analysiert und aufgezeigt, wo erste Optimierungsbedarfe bestehen, z. B. dahingehend neue Angebote, Services und Mehrwerte für Kunden zu schaffen, die Finanzlage in den Griff zu bekommen und Finanzierungsmöglichkeiten zu nutzen. Beide Angebote sind für die Unternehmen kostenfrei.

Die Strategieausrichtung kann in Phase 3 über die aktuelle Beraterförderung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle abgewickelt werden, bei der das Unternehmen von einer 100-prozentigen Nettoförderung in Höhe von 4000 Euro profitiert. Der zur Seite gestellte Branchenexperte unterstützt bei der Antragstellung. Dabei muss das Unternehmen der aktuellen KMU-Regelung entsprechen und die Deminimis-Kriterien erfüllen.

Der Handel (ca. 9300 Unternehmen mit mehr als 26 000 Beschäftigten), das Hotel- und Gaststättenwesen (ca. 2600 Betriebe mit rund 7200 Beschäftigten) und der Tourismus (1400) stellen in Südbrandenburg ein wirtschaftliches Schwergewicht dar. Die überwiegende Mehrheit sind Klein- und Kleinstunternehmen.

Quelle: IHK Cottbus