Sächsischer Gründerpreis 2020

Veröffentlicht: Dienstag, 14. April 2020, 10:09 Uhr

Sächsischer Gründerpreis 2020

Zum 20. Mal prämiert das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr die besten Geschäftsideen und Gründungskonzepte. 126 Einreichungen aus dem gesamten Freistaat sind für den mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Sächsischen Gründerpreis 2020 bei futureSAX - der Innovationsplattform des Freistaates Sachsen - eingegangen. Das sind fast 30 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2019 (98 Einreichungen). Rund zwei Drittel der Konzepte kommen aus den drei sächsischen Großstädten Chemnitz, Dresden und Leipzig und ein starkes Drittel aus den ländlichen Zukunftsregionen. Die meisten Konzepte beschäftigten sich mit Ideen und Innovationen im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie, gefolgt von der Dienstleistungsbranche.

Teilnehmerrekord beim Sächsischen Gründerpreis

126 Einreichungen aus ganz Sachsen- Publikumsabstimmung bis 7. Juli

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig: "Die Bewerbungsphase für den Sächsischen Gründerpreis ist in diesem Jahr mitten in die Corona-Krise gefallen, die zahlreiche Unternehmen und Gründungen vor existenzielle Fragen stellt. Dass wir dennoch einen neuen Teilnehmerrekord verzeichnen, ist ein Zeichen, das Mut macht und Zuversicht ausstrahlt. Denn mehr denn je ist es jetzt wichtig, mit neuen innovativen Geschäftsideen und Gründungskonzepten die Erfolgsgeschichte des Innovationslandes Sachsen fortzuschreiben. Der Freistaat Sachsen, vertreten durch seine Innovationsplattform futureSAX, steht den innovativen Gründerinnen und Gründern gemeinsam mit einem starken Netzwerk zur Seite."

Eine namhafte Fachjury, bestehend aus fast 100 Juroren, wird nun aus den eingereichten Gründungskonzepten die besten Teilnehmer für die zweite Wertungsrunde auswählen. Die Bekanntgabe der Nominierten erfolgt am 11. Mai 2020. Im Rahmen der futureSAX-Innovationskonferenz, die nach derzeitigem Stand am 8. Juli 2020 stattfinden soll, wird Staatsminister Martin Dulig persönlich das beste Gründungskonzept und die weiteren Preisträger ehren.

"Unser Dank gilt den Jurorinnen und Juroren, die den Teilnehmenden mit ihrer Expertise zur Verfügung stehen, so wie das gesamte Gründer- und Innovationsökosystem in Sachsen. Nicht nur die aktuelle Situation zeigt, wie wichtig funktionierende Rahmenbedingungen wie bspw. auch die aktuell laufende Gründungsförderung InnoStartBonus sind, damit durch Neugier und Gestaltungswille neue Ideen und Geschäftsmodelle entstehen können", so Marina Heimann, die Geschäftsführerin der futureSAX GmbH.

Alle Bewerberinnen und Bewerber des Sächsischen Gründerpreises erhalten zusätzlich die Chance auf einen Publikumspreis. Den Sonderpreis erhält das Konzept, welches in einem öffentlichen Online-Voting bis zum 7. Juni 2020 die meisten Stimmen auf sich vereint. Das Ergebnis wird ebenfalls auf der futureSAX-Innovationskonferenz bekannt gegeben. Der Publikumspreis wird freundlich unterstützt von der Crowdinvesting-Plattform SEEDMATCH aus Dresden.

Hintergrund: Sächsische Gründerszene in Zeiten der Corona-Krise

Die Folgen der Corona-Krise stellen auch Start-ups vor große Herausforderungen. Das Soforthilfe Darlehensprogramm "Sachsen-hilft-sofort" sowie der Soforthilfe-Zuschuss des Bundes stehen zur Beantragung bei der SAB auch Start-ups offen, die aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus mit unverschuldeten Umsatzrückgängen konfrontiert sind. Die Voraussetzung, dass das antragstellende Unternehmen bis zum 31. Dezember 2019 kein Unternehmen in Schwierigkeiten gemäß Art. 2 Abs. 18 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung war, wird grundsätzlich von Start-ups mit Verweis auf die Definition eines Unternehmens in Schwierigkeiten in der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung - dem zufolge neu gegründete Unternehmen in den ersten drei Jahren nach ihrer Gründung nicht als KMU gelten - erfüllt. Auch die Vollzugshinweise des Bundes sehen keinen festen Stichtag der Gründung vor, ab dem der Antragsteller als Unternehmen tätig gewesen sein muss, damit grundsätzlich auch Start-ups die Unterstützung erhalten können.

Hintergrund: Sächsischer Gründerpreis

Vom 2. Januar bis 29. März 2020 konnten sich Einzelpersonen, Gründerteams und junge Unternehmen mit bestehendem oder zukünftigem Sitz in Sachsen um den Gründerpreis bewerben. Der Gründungsprozess musste zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht abgeschlossen sein, aber für die nächsten zwei Jahre angestrebt werden. Die Unternehmensgründung darf maximal drei Jahre zurückliegen. Die Bewertung erfolgt nach den folgenden Kriterien und prozentualer Gewichtung: Neuartigkeit (30 Prozent), Kundennutzen/Umsetzbarkeit (40 Prozent) sowie Kommerzialisierungs- und Marktpotenzial (30 Prozent).

Alle Bewerber erhalten Zugang zu Kapitalgebern und Multiplikatoren aus dem futureSAX-Netzwerk, welches über 8.000 Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft vereint.

Die Preisträger 2019: Wandelbots GmbH aus Dresden (1. Preis), Morpheus Space GmbH aus Dresden (2. Preis), Jymmin GmbH aus Leipzig (3. Preis), Peerox GmbH aus Dresden (vormals SAM Assistance, Publikumspreis).

Juroren des Wettbewerbsjahres 2020:

Abstimmung Publikumspreis:

Hintergrund: Gründungsförderung InnoStartBonus

Die potenziellen sächsischen Gründerinnen und Gründer mit innovativen Geschäftsideen werden im Rahmen eines wettbewerblichen Verfahrens mit einem Zuschuss von monatlich 1.000 Euro über zwölf Monate gefördert. Die neue Gründerförderung ist familienfreundlich, denn pro unterhaltspflichtigem Kind wird für die Dauer der Förderung ein monatlicher Kinderbonus von zusätzlich 100 Euro gewährt.
Im aktuell laufenden Bewerbungszeitraum für den InnoStartBonus können sich bis 10. Mai 2020 Personen im Mindestalter von 18 Jahren bewerben, die ihren Hauptwohnsitz im Freistaat Sachsen haben. Je Gründungsvorhaben können sich auch Gründerteams melden, woraus maximal zwei Personen mit dem InnoStartBonus gefördert werden können. Die Beantragung erfolgt über ein onlinebasiertes wettbewerbliches Verfahren. Daraufhin folgt eine persönliche Präsentation vor einem durch das SMWA eingesetzten Expertengremium, welches ein Votum über die Förderwürdigkeit des Vorhabens abgibt. Bewertet wird nach Kriterien wie Gründerpersönlichkeit, Kundennutzen, Innovationsgehalt der Geschäftsidee, Machbarkeit und Bedarf. Im Anschluss erfolgt die förmliche Antragstellung bei der Bewilligungsstelle Sächsische Aufbaubank - Förderbank. Sie entscheidet innerhalb von vier Wochen über den jeweiligen Antrag.

Hintergrund: futureSAX GmbH

futureSAX ist der zentrale Ansprechpartner im sächsischen Gründer- und Innovationsökosystem, mit dem Ziel die Innovationsakteure und das Innovationsland sichtbar zu machen. Durch vielfältige Maßnahmen setzt futureSAX Wachstumsimpulse für zukunftsfähige Innovationen, vernetzt branchenübergreifend Innovatoren aus Wirtschaft und Wissenschaft und erhöht die Effizienz von Innovationsprozessen. Die futureSAX-Innovationskonferenz ist ein jährliches Highlight und der Treffpunkt aller Akteure und Innovationsinteressierten des Freistaates. www.futureSAX.de

Quelle: SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr