Coronavirus: Hilfe für Unternehmen

Veröffentlicht: Freitag, 13. März 2020, 09:32 Uhr

Coronavirus: Hilfe für Unternehmen

Inhaltsverzeichnis

  • Unternehmen in Brandenburg
  • Unternehmen in Sachsen
  • Kurzarbeitergeld
  • Steuerliche Erleichterungen für Unternehmen
  • Was Arbeitgeber wissen sollten?
  • Zivilrechtliche Folgen beim Betriebsstillstands
  • Auswirkungen des Coronavirus (BMWi)
  • Hotlines

Corona: Brandenburg unterstützt Unternehmen

Ab sofort bietet das Land Brandenburg Unternehmen, die im Zusammenhang mit dem Corona-Virus in akute betriebswirtschaftliche Schwierigkeiten geraten an, sich an die Regionalcenter der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) zu wenden. Alle Anfragen werden streng vertraulich behandelt!

Die WFBB Regionalcenter leiten die Informationen an eine Task Force in Potsdam weiter, die in kleinstem Kreis, ebenfalls unter absoluter Vertraulichkeit, Lösungsmöglichkeiten im Einzelfall prüft.

Die Task Force wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie geleitet. In ihr sind die Investitionsbank des Landes Brandenburg, die Bürgschaftsbank Brandenburg, die TMB Tourismus-Marketing Gesellschaft sowie die Wirtschaftsförderung Brandenburg vertreten.

Für gesundheitsbezogene Fragen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus nutzen Unternehmen bitte Informationen des Brandenburger Gesundheitsministeriums (https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/start/themen/gesundheit/oeffentlicher-gesundheitsdienst/informationen-zum-neuartigen-coronavirus/) oder des Bundes (z. B. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html) oder wenden sich an die zuständigen Gesundheitsämter.

Mit welchen Förderinstrumenten unterstützt der Freistaat Unternehmen in Sachsen, die von den Folgen des Corona-Virus wirtschaftlich betroffen sind?

Bund und Länder stellen über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die Landesförderbanken und die Bürgschaftsbanken den Unternehmen etablierte Instrumente zur Liquiditätssicherung zur Verfügung, mit denen vorübergehende Lieferengpässe und Nachfrageschwankungen überbrückt werden können. Diese Instrumente können rasch ausgeweitet, flexibilisiert und aufgestockt werden, wenn der Bedarf steigt.

Sollten sächsische Unternehmen um Hilfe anfragen, stehen Fördermöglichkeiten (bspw. zinssubventionierte Liquiditätshilfedarlehen, staatliche Bürgschaften etc.) zur Verfügung, um ggf. wegen Lieferengpässen oder Zahlungsausfällen entstehende Liquiditätsschwierigkeiten zu überbrücken.

Weitere Informationen für Unternehmen in Sachsen

Coronavirus: Neues Kurzarbeitergeld

Das Bundeskabinett hat wegen des Coronavirus den Weg freigemacht für wirtschaftliche Hilfen. Neben einem Ausbau der Weiterbildungsförderung sieht das Gesetz eine Verordnungsermächtigung vor, mit der die Bundesregierung - zunächst befristet bis zum Jahresende - die Kurzarbeit stärker fördern kann.

So soll es Anspruch auf Kurzarbeitergeld geben, wenn ein Zehntel der Belegschaft eines Betriebs von erheblichem Arbeitsausfall betroffen ist. Bisher liegt die Schwelle bei einem Drittel. Der Staat nimmt den Arbeitgebern zudem die kompletten Sozialbeiträge ab, die sie für die Ausfallstunden bisher alleine zu schultern haben. Und Kurzarbeit wird auch für Zeitarbeiter möglich, die in einer Krise sonst oft die ersten sind, die ihren Job verlieren.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks begrüßt den raschen Beschluss. "Gerade in der gegenwärtigen Situation muss Betrieben, denen wegen stornierter Aufträge, unterbrochener Lieferketten oder nicht im Betrieb einsetzbarer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Insolvenz oder zumindest Liquiditätsprobleme drohen, Instrumente an die Hand gegeben werden, damit sie flexibel und beschäftigungssichernd agieren können", sagt ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke. "Daher brauchen die Unternehmen schnellstmöglich die im Gesetzentwurf geplanten Erleichterungen beim Bezug von Kurzarbeitergeld. Das gilt vor allem für die volle Erstattung der Sozialbeiträge von Kurzarbeitergeld, die dem lohnintensiven Handwerk besonders zu Gute kommt."

Informationen zum Kurzarbeitergeld

Der Anspruch auf Kurzarbeitergeld muss grundsätzlich auf einem unabwendbaren Ereignis oder wirtschaftlichen Gründen beruhen. Dies trifft etwa dann zu, wenn Lieferungen ausbleiben und die Produktion eingeschränkt werden muss. Ein unabwendbares Ereignis liegt auch dann vor, wenn etwa durch staatliche Schutzmaßnahmen Betriebe geschlossen werden. Ob die Voraussetzungen für die Gewährung des Kurzarbeitergeldes vorliegen, entscheidet die zuständige Agentur für Arbeit.

weitere Informationen zum Kurzarbeitergeld von der Agentur für Arbeit

Steuerliche Erleichterungen für Unternehmen

Brandenburgs Finanzministerin Katrin Lange hat angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus den Unternehmen im Land steuerliche Erleichterungen zugesagt.

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Coronavirus: Was Sie als Arbeitgeber wissen sollten?

Das Coronavirus breitet sich weiter aus, Messen und Großveranstaltungen werden abgesagt. Für Unternehmer und deren Mitarbeiter stellt sich die Frage: Wie damit umgehen? Wir haben Fragen und Antworten für Sie zusammengestellt.

weitere Informationen für Arbeitgeber

Zivilrechtliche Folgen eines durch den Coronavirus bedingten Betriebsstillstands

Es ist nicht auszuschließen, dass es infolge einer zunehmenden Verbreitung des Virus auch in Handwerksbetrieben sowohl zu vorübergehenden Betriebsschließungen als auch zu Materialengpässen kommen kann. In diesen Fällen ist zu erwarten, dass vertragliche Leistungen nicht, wie geschuldet, erbracht werden können.

weitere Informationen zu Betriebsschließungen

Informationen zu den Auswirkungen des Coronavirus

Das Bundesministerium des Inneren (BMI) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) haben einen Corona-Krisenstab eingerichtet. Die wichtigste Aufgabe des Stabs ist die Eindämmung des Virus in Deutschland. Infektionsketten bei langen Einreisen nach Deutschland müssen beispielsweise unterbrochen werden. Häufig gestellte Fragen zum Krisenstab, der allgemeinen Situation und auch zu speziellen Themen, wie der privaten Vorsorge, Migration und Quarantäne, beantwortet das Bundesgesundheitsministerium (BMG) und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI).

weitere Informationangebote des BMWi

Corona: Hotlines für Lausitz und Deutschland

Das Coronavirus hat vielfältige Auswirkungen. Wir haben für Sie die wichtigsten Telefonnummern zusammengestellt. Darüber hinaus stehen wir unseren Mitgliedsbetrieben für individuelle Fragen gern zur Verfügung.

Hotline der Stadt Cottbus/Chóśebuz
0355 632-339

Hotline Landkreis Spree-Neiße
03562 986-15301

Hotline Landkreis Oberspreewald-Lausitz
03573 870-4342

Hotline Landkreis Elbe-Elster
03535 46-3101

Hotline Landkreis Dahme-Spreewald
03375 26-2146

Hotline des Landes Brandenburg
0331 8683-777

Hotline des Bundesministeriums für Gesundheit
030 346 465 - 100