Wasserversorgung für Tesla-Gigafabrik nicht gesichert

Veröffentlicht: Montag, 17. Februar 2020, 10:16 Uhr

Wasserversorgung für Tesla-Gigafabrik nicht gesichert

Tesla-Gigafabrik Grünheide: Wasserversorgung und Schmutzwasserentsorgung derzeit NICHT gesichert

Auf Grund aktueller Aussagen sowie umfangreicher Berichterstattung zur Wasserversorgung für die Tesla-Gigafabrik in Grünheide in den Medien und großem Interesse in der Bevölkerung möchte der Wasserverband Strausberg-Erkner wie folgt öffentlich Stellung nehmen:

Der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) wurde als hoheitlich tätiger kommunaler Aufgabenträger frühzeitig in die Gespräche zur möglichen Ansiedlung von Tesla am Standort Freienbrink eingebunden. Der WSE hat alle Beteiligten der Landesbehörden bereits von Beginn an auf umfangreiche und schwerwiegende Probleme mit der Trinkwasserversorgung und Schmutzwasserentsorgung hingewiesen. Anders als allgemein berichtet wird, gilt dies auch für die erste Ausbaustufe! Leider werden diese Einwände von den zuständigen Landesbehörden, dem Landesamt für Umwelt (LfU) und dem Umweltministerium, bis heute nicht ernst genommen. S owohl administrativ als auch technisch sind zahlreiche Fragen vollkommen offen.

Kurzum: Gegenwärtig kann weder die Trinkwasserversorgung noch die Schmutzwasserentsorgung in dem von Tesla gewünschten Zeitrahmen gewährleistet werden.

Eine weitere Tatsache ist, dass das Baugebiet in einer Trinkwasserschutzzone liegt, die sich nicht ohne Grund an dieser Stelle befindet. Wir geben zu bedenken, dass eine Genehmigung zur Grundwasserförderung für andere Antragsteller als den zuständigen Wasserversorger die öffentliche Trinkwasserversorgung gefährdet.

Die Frage der Finanzierung der zwingend erforderlichen Investitionen ist gänzlich ungeklärt. Diese Kosten dürfen in keinem Falle zu Lasten unserer Verbandsmitglieder und Kunden gehen.

Grafik: Tesla

Quelle: Wasserverband Strausberg-Erkner