TESLA - Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) droht mit Verbandsklage

Veröffentlicht: Mittwoch, 29. Januar 2020, 10:40 Uhr

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Für die Rodung von bis zu 300 Hektar Wald in Grünheide für die Ansiedlung der Giga-Factory hat das Unternehmen Tesla angekündigt, einen dreifachen Ausgleich sicherzustellen. Für die erste Bauphase sollen bis zu 150 Hektar Wald gerodet werden.

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald droht unverhohlen mit einer Verbandsklage gegen die Genehmigung der TESLA-Industrieansiedlung

Kein Missbrauch der Verbandsklage - NABU kritisiert Vorgehen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald

Die Flächenagentur Brandenburg, eine Tochter des Naturschutzfonds, hat für den rechtlich notwendigen Ausgleich im Verhältnis 1:1 rund 140 Hektar bereitgestellt. Diese Flächen sind sofort verfügbar, fachlich bewertet und Genehmigungen zur Erstaufforstung liegen vor.

Der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und in Personalunion Geschäftsführer des Forum Natur in Brandenburg, einer Vereinigung der Landnutzerverbände, Gregor Beyer, hat für die Ersatzaufforstung 420 Hektar angeboten. Diese gehören großen Grundbesitzern, die mit Hilfe von Tesla ihre Ackerfläche in Wald umwandeln wollen. Ob diese Flächen geeignet sind und eine Erstaufforstungsgenehmigung erhalten, ist ungeklärt.

Hierzu erklärt der Vorsitzende des NABU Brandenburg, Friedhelm Schmitz-Jersch: "Die Vorschläge der Flächenagentur sind fachlich geprüft und mit den Behörden abgestimmt. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald droht unverhohlen mit einer Verbandsklage gegen die Genehmigung der Industrieansiedlung, offensichtlich mit dem Ziel, die von privaten Grundeigentümern vorgeschlagenen Flächen im Verfahren durchzusetzen. Auf keinen Fall dürfen das Unternehmen Tesla und die Landesregierung diesem augenscheinlichen Erpressungsversuch nachgeben. Der NABU prüft wie die anderen Naturschutzverbände derzeit die vorgelegten Genehmigungsunterlagen, um dazu verantwortungsvoll eine Stellungnahme zu erarbeiten. Für die in dieser Legislaturperiode anstehende Novellierung des Landeswaldgesetzes sollte das Vorgehen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Erinnerung bleiben."

Quelle: NABU