CTK Cottbus auf dem Weg zum Universitätsklinikum

Veröffentlicht: Freitag, 17. Januar 2020, 08:30 Uhr

CTK auf dem Weg zum Universitätsklinikum

In einem stundenlangen Sitzungsmarathon haben sich Bund und Länder in der vergangenen Nacht auf einen Fahrplan für den Kohleausstieg geeinigt. Ein wichtiger Schritt auf einem noch langen Weg - das sind die erzielten Vereinbarungen zwischen der Bundesregierung und den Kohleländern aus Sicht der Stadt Cottbus und des Carl-Thiem-Klinikums.

Bürgermeisterin Marietta Tzschoppe: "Wir freuen uns, dass das Innovationszentrum Universitätsmedizin Cottbus (IUC) in den Vereinbarungen explizit erwähnt wird und damit eine unserer Kernforderungen für den Strukturwandel nicht mehr wegzudiskutieren ist." Auch in der CTK-Geschäftsleitung wurde das Ergebnis des Verhandlungsmarathons erfreut aufgenommen: "Wir sind überzeugt, dass es mit der Vereinbarung in die richtige Richtung geht. In Richtung Universitätsmedizin." So CTK-Geschäftsführer Dr. Götz Brodermann.

Allerdings, so heißt es von Seiten der Stadt, sei das Zentrum nicht die Antwort auf alle Fragen. "Von einem Durchbruch insgesamt können wir erst sprechen, wenn tatsächlich neue Arbeitsplätze geschaffen sind, die Menschen in Cottbus neue Perspektiven erkennen, wenn gebaut wird und Ansiedlungen sichtbar sind. Auch die vielen anderen Ankündigungen beispielsweise zum Ausbau der verkehrlichen und digitalen Infrastruktur oder der Brandenburgischen Technischen Universität müssen deutlich schneller, verlässlich, verbindlich und nachhaltig umgesetzt werden. Damit wird der Rahmen für den Wandel in der Wirtschaft gesetzt, der zugleich den vielen bestehenden Unternehmen nutzt und ihnen neue Wege ebnet. Denn diese tragen zuvorderst den Wandel in der Region." So Marietta Tzschoppe weiter. Die Stadt Cottbus werde ihren Beitrag leisten, um beispielsweise Planungsprozesse in ihrer Zuständigkeit voranzubringen und reife Projekte mit Blick auf neue Ansätze der Stadtentwicklung am künftigen Ostsee und der Seeachse vorzulegen. Dazu gehöre letztlich immer auch eine ausreichende finanzielle Ausstattung der Kommune.

Deutschland soll bis spätestens 2038 aus der klimaschädlichen Stromgewinnung aus Stein- und Braunkohle aussteigen. Die Kohleregionen sollen parallel insgesamt 40 Milliarden Euro für den Umbau ihrer Wirtschaft bekommen.

Quelle: PM CTK