Lübbenauer Kahnfährleute ziehen positive Bilanz

Veröffentlicht am: Donnerstag, 19. Dezember 2019, 07:57 Uhr

Lübbenauer Kahnfährleute ziehen positive Bilanz

Der Spreewälder Sommer war aus der Sicht der Lübbenauer Kahnfährleute erfolgreich. So lautet das einhellige Fazit der Kahnrunde, die im Hafenviertel nach einer Initiative des Spreewald-Touristinformation Lübbenau e.V. seit einigen Jahren regelmäßig zusammenkommt, um gemeinsam die Lübbenauer Kahnfahrt mit Ideen und Anregungen zu verbessern. Anfang Dezember saß man in der Geschäftsstelle des Tourismusvereins daher wieder beisammen und zog Bilanz. Und die fiel positiv aus.

Lübbenauer Kahnfahrt kommt bei Urlaubern gut an

Der Wochenplan mit festen Abfahrtszeiten im Hafenviertel erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit

"Die Gästezahlen stimmen und auch die Zusatzangebote wie Themenkahnfahrten werden gut angenommen. Der Wochenplan mit festen Abfahrtzeiten und thematisch unterschiedlich ausgerichteten Routen wird daher auch im nächsten Jahr wieder angeboten", sagt Daniel Schmidgunst, der als stellvertretender Geschäftsführer des Spreewald-Touristinformation Lübbenau e.V. die Runde moderierend begleitete. Das Angebot wird seit 2016 von vier Häfen umgesetzt und erfährt mit Themenfahrten wie der Museumskahnfahrt, der Krimikahnfahrt oder der "Sagenhaften Kahnfahrt" auch im vierten Jahr seines Bestehens eine positive Resonanz. Insgesamt sind es elf Touren, die so das wöchentliche Kahnangebot bereichern.

Zur Sprache unter den Vertretern der Kahnfährunternehmen kamen auch die Trockenperiode im Sommer und das damit einhergehende Wassermanagement. Hier wurde die Sorge formuliert, ob auch in Zukunft in Anbetracht derartiger Tendenzen noch genügend Wasser in der Spree sein wird. Der Blick der Lübbenauer Fährleute geht dabei nach Potsdam zur Landesregierung, die mit ihren Maßnahmen den Spreewald langfristig schützen muss. Doch der Dialog ging auch über tagesaktuelle Belange hinaus. So wurde die Zukunft der Kahnfährzunft besprochen, die langfristig auf einen interessierten Nachwuchs angewiesen ist. Schließlich ist das Durchschnittsalter der Fährleute - das lässt sich auch ohne genaue Erhebungen sagen - deutlich in der zweiten Lebenshälfte zu verorten.

Konkret wurden auch die wichtigsten Großveranstaltungen 2020 besprochen. Denn bei "Rock in Wotschofska", der Folklorelawine oder der Spreewaldweihnacht sind die Fährleute ein unersetzbarer Teil der Logistik. "Es ist gut, dass - trotz aller gesunden Konkurrenz untereinander - eine gute Zusammenarbeit Häfen übergreifend stattfindet. Die Abstimmung mit den Fährleuten läuft sehr gut. Wir schauen sehr optimistisch ins neue Jahr und freuen uns schon auf die Rudelübergabe und den Start in den Frühling am 4. April 2020 am Großen Hafen", so Daniel Schmidgunst.

Quelle: Spreewald-Touristinformation Lübbenau e.V.