BTU: 5,4 Mio € für Projekt zur Unterstützung von Gründern

Veröffentlicht: Donnerstag, 12. Dezember 2019, 10:35 Uhr

Großer Erfolg: BTU wirbt 5,4 Mio € für Projekt zur Unterstützung von Gründern ein - ab März 2020 startet das Projekt mit 10 Mitarbeiter_Innen in Cottbus

Die BTU Cottbus-Senftenberg gehört mit dem Vorhaben "Startup-Revier EAST" im Verbund mit der TH Wildau zu den Gewinnern im Schwerpunkt "Regional vernetzen" des EXIST-Potentiale Wettbewerbs des BMWi. Mit der Einwerbung von 5,4 Mio. € kann die BTU dabei einen großen Erfolg für sich verbuchen

Großer Erfolg: BTU wirbt 5,4 Mio € für Projekt zur Unterstützung von Gründern ein

Ab März 2020 startet das Projekt mit 10 Mitarbeiter_Innen in Cottbus

Die Entwicklung und Erprobung von Maßnahmen und innovativen Formaten zur besseren Vernetzung und Beratung von gründungsinteressierten Studierenden und WissenschaftlerInnen sowohl intern als auch mit gründungsaffinen Akteuren in der Region bildet einen wesentlichen Projektschwerpunkt. Daneben wird der Aufbau und Betrieb einer offenen Werkstatt - das CoOperationLaboratory (COLab) - einen weiteren zentralen Kern des Projekts bilden. Das COLab ist eine Mitmachwerkstatt zum Ideen schmieden, zum Probieren und geeignet für den Prototypenbau und soll vor allem kreativen Personen oder Gruppen aus der Universität oder deren Umfeld die Möglichkeit verschaffen, stark individualisierte Projekte mit leistungsfähigen industriellen Produktionsverfahren zu realisieren.

Mit den in Aussicht gestellten 5,4 Mio. € werden in den kommenden vier Jahren bis zu 10 MitarbeiterInnen und die Investitionen in neueste Maschinen und Anlagen finanziert. Räumlich wird das COLab zum Teil in dem sich im Bau befindlichen Gründerzentrum am Campus (RCGC) unterkommen; dies wird voraussichtlich im Sommer 2021 bezugsfertig sein.

Für Vizepräsidentin Prof. Katrin Salchert ist der BTU-Erfolg der Lohn für eine intensive Vorbereitungszeit: "Wir haben seit 2018 an diesem Konzept gearbeitet und freuen uns natürlich sehr. Ich verspreche mir eine große Wirkung auf junge Menschen mit innovativen Ideen, auf die Mittelstandsszene und möglicherweise ist all dies auch für kleine und mittlere Unternehmen interessant. Damit hoffen wir auf einen wichtigen Schub für die regionale Gründerszene und für die Vernetzung mit der regionalen Wirtschaft."

Deutschlandweit waren von 220 Bewerbungen insgesamt 142 Universitäten und Hochschulen erfolgreich: Sie sind die Preisträger im BMWi-Wettbewerb EXIST-Potentiale. Insgesamt hatten sich 220 Hochschulen und Universitäten aus allen Bundesländern für eine Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie beworben. Die Gewinner des Wettbewerbs wurden am 3. Dezember 2019 im Futurium in Berlin ausgezeichnet.

Hintergrund

Ziel von EXIST-Potentiale ist es, die Rahmenbedingungen für Start-ups und wissensbasierte Ausgründungen aus Hochschulen in der Breite nachhaltig zu verbessern. Für die kommenden vier Jahre ist dafür für alle Gewinnerhochschulen ein Gesamtbudget von über 150 Millionen Euro eingeplant. Damit kann die akademische Gründungsförderung in Deutschland auf eine neue qualitative Stufe gehoben werden.

Der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie Thomas Bareiß sagte bei der Preisverleihung am 3. Dezember 2019: "Start-ups haben eine hohe strategische Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland: Sie bringen Innovationen voran, sind Motor des strukturellen Wandels und schaffen Arbeitsplätze der Zukunft. Dabei spielen Hochschulen eine entscheidende Rolle als Ideenschmieden für innovative Gründungsvorhaben. Deshalb unterstützt das BMWi mit dem Förderwettbewerb EXIST-Potentiale Hochschulen, die überzeugende Projektvorschläge zum nachhaltigen Ausbau ihrer Gründungsaktivitäten vorgelegt haben."

Die Bandbreite der Projekte und Hochschulen ist sehr groß. Es gibt private und staatliche Hochschulen in der Förderung. Neben den Hochschulen, die ihre eigenen Gründungspotentiale erschließen, gibt es auch regionale Verbundprojekte von bis zu sieben Hochschulen. Einige gründungserfahrene Universitäten weiten ihre Aktivitäten auf internationaler Ebene mit Partnerländern in Osteuropa, Indien, Südamerika und Asien aus.

Quelle: BTU Cottbus-Senftenberg