Siemens Innovationscampus Görlitz nimmt Gestalt an

Im Anschluss an die Unterzeichnung der Absichtserklärungen: Dr. Marcus Kölling, Kanzler der Handelshochschule Leipzig (HHL); Prof. Antonio M. Hurtado, Prorektor für Universitätsentwicklung der Technischen Universität Dresden; Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer; der Oberbürgermeister der Stadt Görlitz Octavian Ursu; Prof. Friedrich Albrecht, Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz; Ronald Schmidt Leiter des Siemens-Geschäftes Industriedampfturbinen, und Prof. Stephan Stubner, Rektor der HHL

Der Siemens Innovationscampus geht in die nächste Phase: Am 2. Dezember wurden im Beisein des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer Absichtserklärungen zu Ansiedelungs- und Kooperationsvorhaben unterzeichnet. Siemens hat, unterstützt unter anderem vom Freistaat Sachsen und der Stadt Görlitz, dafür mit der Technischen Universität Dresden, der Hochschule Zittau/Görlitz sowie der Handelshochschule Leipzig (HHL) innovationsstarke, langjährige gute Partner gewinnen können.

Meilenstein für Siemens Innovationscampus in Görlitz

Görlitz zur Stadt der Zukunftstechnologien weiterentwickeln

Ministerpräsident Michael Kretschmer: "Die Gründung eines Zweigcampus der TU Dresden hier am Standort in Görlitz ist gut für die Stadt und die gesamte Region. Denn das Projekt ist ein wichtiger Baustein des neuen Siemens-Innovationscampus und trägt entscheidend dazu bei, die Entwicklung und Forschung auf dem Gebiet der Wasserstofftechnologie sowie die Anwendung im Mobilitätssektor voranzutreiben. Profitieren wird von der weiter wachsenden Wasserstoff-Kompetenz die gesamte Lausitz." Kretschmer dankte ausdrücklich auch der Hochschule Zittau/Görlitz und der Handelshochschule Leipzig (HHL) für deren Engagement in Görlitz. "Es ist genau dieser Gründergeist, der uns stark macht und den wir brauchen."

Hochschulpartner Technische Universität Dresden, Hochschule Zittau/Görlitz und Handelshochschule Leipzig (HHL) künftig auf dem Campus präsent

Die Technische Universität Dresden beabsichtigt, gemeinsam mit Partnern einen Zweigcampus des Instituts für Automobiltechnik Dresden - IAD auf dem Siemens Innovationscampus anzusiedeln. Untersucht werden soll die die Verknüpfung von automatisiertem Fahren und wasserstoffbasierter Mobilität insbesondere im Bereich der Nutzfahrzeuge und des ÖPNVs als einem wichtigen Baustein zur Sicherung von Mobilität und Versorgung im ländlichen Raum. "In einer künftigen automatisierten Mobilität müssen wasserstoffbasierte Antriebe rein batterieelektrische Antriebe ergänzen, um hohe Reichweiten bei hohem Antriebsleistungsbedarf sicherstellen zu können", unterstreicht Prof. Antonio M. Hurtado, Prorektor für Universitätsentwicklung der TU Dresden. "Zusätzlich zu den bereits bestehenden deutschen Forschungszentren sind - bundesweit betrachtet - erhebliche weitere Kapazitäten nötig. Die im Rahmen dieser Initiative geplanten explosionsgeschützten Prüfanlagen mit vollständiger Umweltsimulation sind aktuell in Deutschland praktisch nicht vorhanden und sichern dem Forschungscampus Görlitz eine langfristige Alleinstellung." Der geplante Zweigcampus ist für die TU Dresden ein wichtiges Instrument zur Sicherstellung der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit im Bereich CO2-neutraler, automatisierter und vernetzter Mobilität. Mit der Realisierung soll daher zeitnah begonnen werden.

Die Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG) will zusammen mit Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft innovationsstarke Unternehmen insbesondere im Bereich der Energieeffizienz und Ressourcenschonung unterstützen. Produzierendes Gewerbe mit hoher Exportkraft und hohen Standards soll sich hier entwickeln, aus bestehenden Unternehmen oder aus Neugründungen heraus. Daher wird die Hochschule gemeinsam mit Siemens daran arbeiten, eine Plattform für die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Entwicklern zu schaffen, die vor allem auch jungen Frauen und Männern große Chancen eröffnet.

Die Handelshochschule Leipzig (HHL) plant einen DIGITAL SPACE @Innovationscampus Görlitz, um Synergien zu nutzen, die bei der Start-up- Förderung und der Wirtschaftsförderung entstehen können. Der DIGITAL SPACE hat das Ziel, einerseits Gründungswillige in einer sehr frühen Phase zu fördern und andererseits bestehende Unternehmen bei der digitalen Transformation zu unterstützen - insbesondere bei der Entwicklung neuer Technologien und Geschäftsmodelle.

Ronald Schmidt, Leiter des Siemens-Geschäftes Industriedampfturbinen, sagte: "Heute, nur vier Monate nach Unterzeichnung des Zukunftspaktes, können wir das Startsignal für den Innovationscampus geben. Ich danke den Beteiligten für ihre Unterstützung in diesem sehr dynamischen Prozess und für das Vertrauen in die Innovationskraft des Siemens-Standorts Görlitz. Ich wünsche mir, dass weitere Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft die Chancen einer solchen Kooperation erkennen und nutzen."

Der Siemens Innovationscampus Görlitz ist ein Element des "Zukunftspakt Siemens Görlitz", der am 15. Juli dieses Jahres von der Siemens AG, dem Land Sachsen und der Fraunhofer Gesellschaft unterzeichnet wurde. Ziel ist es, den Standort langfristig zu stärken und dem Strukturwandel in der Lausitz wesentliche Impulse zu geben. Dafür sollen weitere Technologie- und Industrieunternehmen, Start-ups sowie Forschungsinstitute angesiedelt werden. Inhaltliche Schwerpunkte sind Digitalisierung, Automatisierung, Energietechnik sowie innovative Werkstoff- und Fertigungstechnologien.

Siemens AG

Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führender internationaler Technologiekonzern, der seit mehr als 170 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität steht. Das Unternehmen ist weltweit aktiv, und zwar schwerpunktmäßig auf den Gebieten Stromerzeugung und -verteilung, intelligente Infrastruktur bei Gebäuden und dezentralen Energiesystemen sowie Automatisierung und Digitalisierung in der Prozess- und Fertigungsindustrie. Durch das eigenständig geführte Unternehmen Siemens Mobility, einer der führenden Anbieter intelligenter Mobilitätslösungen für den Schienen- und Straßenverkehr, gestaltet Siemens außerdem den Weltmarkt für Personen- und Güterverkehr. Über die Mehrheitsbeteiligungen an den börsennotierten Unternehmen Siemens Healthineers und Siemens Gamesa Renewable Energy gehört Siemens zudem zu den weltweit führenden Anbietern von Medizintechnik und digitalen Gesundheitsservices sowie umweltfreundlichen Lösungen für die On- und Offshore-Windkraft rzeugung. Im Geschäftsjahr 2019, das am 30. September 2019 endete, erzielte Siemens einen Umsatz von 86,8 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 5,6 Milliarden Euro. Ende September 2019 hatte das Unternehmen weltweit rund 385.000 Beschäftigte. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com.

Bildunterschrift

Im Anschluss an die Unterzeichnung der Absichtserklärungen: Dr. Marcus Kölling, Kanzler der Handelshochschule Leipzig (HHL); Prof. Antonio M. Hurtado, Prorektor für Universitätsentwicklung der Technischen Universität Dresden; Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer; der Oberbürgermeister der Stadt Görlitz Octavian Ursu; Prof. Friedrich Albrecht, Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz; Ronald Schmidt Leiter des Siemens-Geschäftes Industriedampfturbinen, und Prof. Stephan Stubner, Rektor der HHL

Quelle: Siemens AG