LEAG-Kraftwerk und Tagebau wieder in Betrieb

LEAG-Kraftwerk und Tagebau wieder in Betrieb

Nach Beendigung der Besetzungen von LEAG-Tagebauen und Kohlebahngleisen durch das Antikohlebündnis im Lausitzer Revier arbeiten der Tagebau und das Kraftwerk Jänschwalde wieder im normalen Betrieb.

Kraftwerk und Tagebau Jänschwalde arbeiten nach Besetzung wieder voll

Lausitz zeigt geschlossen Stärke gegen Rechtsbruch und Gewalt

Am Samstagmorgen waren mehrere Hundert Kohlegegner in die Tagebaue Jänschwalde und Welzow-Süd gestürmt. Während der Betrieb im Tagebau Welzow-Süd planmäßig ruhte, musste der Grubenbetrieb in Jänschwalde wegen der Besetzung aus Sicherheitsgründen angehalten werden. Gleichzeitig besetzten Kohlegegner an vier Orten Gleise der Kohleverbindungsbahn und schnitten so das Kraftwerk Jänschwalde vom Kohlenachschub ab. Das Kraftwerk Jänschwalde musste daraufhin auf das Minimum seiner Leistung heruntergefahren werden, um mit den vorhandenen Kohlevorräten so lange wie möglich wenigstens die Fernwärmeversorgung für die Städte Cottbus und Peitz aufrechterhalten zu können. Erst am frühen Abend gaben die Besetzer ihre Blockaden vollständig auf. Auch das mitteldeutsche Kohlerevier mit dem von der LEAG betriebenen Kraftwerk Lippendorf war von den Aktionen der Kohlegegner betroffen.

"Wir sind erleichtert. Unsere schlimmsten Befürchtungen sind nicht eingetreten - trotz der großen Anzahl an Kohlegegnern, die auf unser Betriebsgelände vorgedrungen ist und des unmittelbaren Eingriffs in die Strom- und Wärmversorgung", sagte der LEAG-Vorstandsvorsitzende Dr. Helmar Rendez am Samstagabend. "Das ist der starken Präsenz und Einsatzbereitschaft der Polizeikräfte vor Ort zu verdanken, die Übergriffe auf Anlagen und Maschinen verhindert haben. Das ist aber auch dem besonnenen und professionellen Verhalten unserer Mitarbeiter und dem geschlossenen Auftreten vieler Lausitzer zu verdanken. Sie haben schon im Vorfeld der Aktionen klargestellt, dass sie für Demonstrationsfreiheit und Meinungsstreit einstehen, aber jede Form von Gewalt ablehnen. Ende Gelände hat hier keinen Rückhalt für einen durch Druck und Blockaden erzwungenen sofortigen Kohleausstieg gefunden."

Die Lausitz habe einmal mehr mit starker Stimme deutlich gemacht, dass sie gewillt ist, den Strukturwandel dieser Region erfolgreich zu gestalten und dass die Voraussetzung dafür eine Eins-zu-Eins-Umsetzung der Empfehlungen der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung ist. Die Lausitz brauche die nötige Zeit und Unterstützung bei dieser Entwicklung, zu der auch die LEAG ihren Beitrag leisten werde.

Quelle: PM LEAG