Umweltschutz und Bau der Tesla-Fabrik

NABU Brandenburg

Der NABU Brandenburg begrüßt, dass eine solche Großinvestition nach Brandenburg kommen wird und Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden sollen.

Natur- und Artenschutz beim Bau der Tesla-Fabrik berücksichtigen

NABU fordert Transparenz und unverzügliche Gespräche

Das geplante Vorhaben wurde streng vertraulich vorbereitet. Für die Gigafactory von Tesla sollen 300 Hektar Waldfläche in Anspruch genommen werden. Naturschutzverbände und Bürger wurden bislang nicht mit einbezogen. Für die Umsetzung wird jetzt ein enormer Zeitdruck aufgebaut.

"Wir erwarten jetzt vollständige Transparenz bei den weiteren Schritten und die Berücksichtigung der naturschutzrechtlichen Anforderungen", so Friedhelm Schmitz-Jersch, Landesvorsitzender des NABU Brandenburg. "Der zugrundeliegende Bebauungsplan ist fast 20 Jahre alt. Seitdem haben sich die Rahmenbedingungen verändert, so ist z.B. derzeit nicht bekannt, ob im Rahmen des damaligen Bebauungsplanverfahrens die natur- und artenschutzrechtlichen Belange ausreichend berücksichtigt wurden."

Zudem sollten neben den direkten Auswirkungen durch den Bau der Gigafactory auch die Folgen auf die Region betrachtet werden. Es ist mit erheblichen zusätzlichen Verkehrsströmen zu rechnen. Auch die mögliche Ausweisung neuer Wohnbauflächen darf nicht zum Verlust weiterer Waldflächen führen. Die Belastungen für Mensch und Natur in der Gemeinde Grünheide müssen begrenzt werden. Dabei sind auch sonstige Vorhaben zu berücksichtigen, wie beispielsweise ein in der Nähe geplanter Windpark im Wald mit 18 knapp 280 Meter hohen Windrädern. Unter den völlig veränderten Voraussetzungen der Ansiedlung der riesigen Produktionsstätte von Tesla müssen die planerischen Grundlagen für die Region vollständig überarbeitet werden.

Die Landesbehörden sind jetzt gefordert. Unverzüglich sollten Gespräche mit den anerkannten Naturschutzverbänden aufgenommen werden, wie die naturschutzfachlichen Anforderungen eingehalten werden.

Quelle: NABU Brandenburg