Stadtentwicklung in Bad Liebenwerda

Stadtentwicklung in Bad Liebenwerda

Bauministerin Kathrin Schneider hat sich heute bei einem Arbeitsbesuch in Bad Liebenwerda (Elbe-Elster) über Stadtentwicklungs- und Verkehrsprojekte informiert. Dabei ging es vor allem um die Fortsetzung des Stadtumbaus und um Projekte der Kurstadtregion Elbe-Elster im Programm Kleinere Städte und überörtliche Zusammenarbeit (KLS).

Arbeitsgespräch: Schneider informiert sich über Stadtentwicklung in Bad Liebenwerda

Kathrin Schneider: "Die Kurstadt Bad Liebenwerda hat sich in den vergangenen Jahren zu einem lebendigen und attraktiven Wohn- und Arbeitsort entwickelt. Dabei hat die Städtebauförderung einen erheblichen Beitrag geleistet. Doch die Wirkung der Förderung geht über die Grenzen der Stadt hinaus. Bad Liebenwerda hat mit den Nachbargemeinden Falkenberg/Elster, Mühlberg/Elbe und Uebigau-Wahrenbrück eine erfolgreiche Kooperation auf den Weg gebracht und eine Verbandsgemeinde begründet. Ein historisches Gebäude soll Sitz der Verwaltung werden. Auch in Falkenberg und Wahrenbrück werden die Verwaltungsstandorte saniert. Außerdem geht es in der Kurstadtregion im Investitionen in Schulen und Sportanlagen. Davon profitieren die Bürgerinnen und Bürger aller Mitgliedskommunen. Wir unterstützen die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Bundes - und Landesmitteln aus der Städtebauförderung."

Am Südring 22 in Bad Liebenwerda, im Stadtumbaugebiet Innenstadt soll ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude im Art déco Stil der 1930er Jahre der Hauptsitz der Verbandsgemeinde werden. Das Gebäude wird so umgebaut, dass es den Anforderungen an eine moderne Verwaltung gerecht wird. Mit 800.000 Euro aus dem Stadtumbauprogramm unterstützen Bund und Land das Projekt.

Im Stadtumbaugebiet Dichterviertel geht es vorrangig um die Gestaltung des öffentlichen Raumes, aber auch um den Straßenausbau der Puschkinstraße und des Puschkinplatzes. Zwei Kreuzungsbereiche der Puschkinstraße werden so gestaltet, dass ein gemeinschaftlich genutzter Raum für alle Verkehrsteilnehmer entsteht. Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit stehen dabei im Mittelpunkt. Die Frei- und Grünfläche Puschkinplatz, eine Gewerbebrache, wird im Zuge der Arbeiten an der Puschkinstraße umgestaltet. Dort wird es künftig Spiel- und Sportgeräte geben, die von allen Generationen genutzt werden können. Die Vorhaben werden mit 180.000 Euro von Bund und Land unterstützt.

Im Bund-Länder-Programm Kleinere Städte und überörtliche Zusammenarbeit (KLS) geht es darum, Netzwerke von Gemeinden zu unterstützen. Dabei geht es gemeinsame Aufgaben anzugehen, aber auch Infrastruktur gemeinsam vorzuhalten und zu nutzen. Das Gemeindenetzwerk, das die Leitkommune Bad Liebenwerda zusammen mit Falkenberg/Elster, Mühlberg/Elbe und Uebigau-Wahrenbrück bildet, trägt den Namen Kurstadtregion Elbe Elster. Es wird seit 2014 mit Fördermitteln unterstützt. Ein Schlüsselprojekt der KLS Region Elbe-Elster ist die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und die Schulentwicklung. Ein Projekt ist das Robert-Reiss-Grundschulzentrum in Bad Liebenwerda. Die unter Denkmalschutz stehende Schule aus den 1950er Jahren soll saniert werden. Auf gesunde Ernährung, sportliche Angebote und Kneipp-Angebote wird entsprechend dem Leitbild der Stadt und der Region besonderer Wert gelegt. Für Vorhaben im KLS-Programm stellen Bund und Land der Städtekooperation in diesem Jahr 1,2 Millionen Euro zur Verfügung.

In Bad Liebenwerda wurden bisher ca. 14 Millionen Euro aus der Städtebauförderung und ca. 24 Millionen Euro aus der Wohnraumförderung eingesetzt.

Quelle: PM Land Brandenburg