Südbrandenburger Industrie wächst

Sonderauswertung der IHK Cottbus

Die Südbrandenburger Industrie hat 2018 vor allem auf dem Binnenmarkt ein Wachstum verzeichnen können. Auch die Exporte sind trotz der schwierigen Weltmarktsituation leicht gestiegen. Dies geht aus einer statistischen Sonderauswertung der IHK Cottbus hervor.

Stabiles Wachstum der Südbrandenburger Industrie in 2018

So hat sich der Industrieumsatz bei Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten im Jahr 2018 um 8,7 Prozent auf insgesamt 5 795 Millionen Euro gegenüber 2017 erhöht. Der Ausfuhrumsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Prozent auf 1 125 Millionen Euro gestiegen. Allerdings hat sich die Ausfuhrquote gegenüber 2017 von 20,2 auf 19,4 Prozent verringert und liegt damit weiterhin deutlich unter dem Niveau von ca. 50 Prozent in Deutschland.

"Damit wird deutlich, dass in Südbrandenburg die Exportwirtschaft weiter gestärkt werden muss. Dazu benötigen die Unternehmen verlässliche politische Rahmenbedingungen und starke Partner für die Erschließung ausländischer Märkte", so Silke Schwabe, Fachbereichsleiterin Außenwirtschaft der IHK Cottbus.

"Die Ergebnisse zeigen auch, dass sich der Industriestandort Südbrandenburg trotz Strukturwandeldebatten beständig entwickelt. Damit das so bleibt, ist es notwendig, dass Klima- und Industriepolitik besser aufeinander abgestimmt werden und sich nicht konterkarieren", fügt Dorit Köhler, Referentin Umwelt und Industrie der IHK Cottbus, an.

Entwicklung in den Branchen

Die chemische Industrie konnte ihre Position als wichtigste Branche des Verarbeitenden Gewerbes in Südbrandenburg mit einem Umsatz von 1 581 Millionen Euro weiter ausbauen. Im Jahr 2018 wurde eine Steigerung von 15,8 Prozent erzielt.

Erfreulich ist die Entwicklung bei der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln, der mit einem Umsatz von 760 Millionen Euro zweitstärkster Wirtschaftszweig in der Region ist. Obwohl es im Jahr 2018 durch die lange Dürreperiode zum Teil zu erheblichen Ernteausfällen gekommen ist, konnte dennoch ein Umsatzplus von 12,7 Prozent erwirtschaftet werden. Die Exporte sind sogar um 22 Prozent auf 105 Millionen Euro gestiegen.

Die drittstärkste Branche ist die Herstellung von Metallerzeugnissen mit einem Gesamtumsatz von 404 Millionen Euro. Gegenüber 2017 konnte ein Wachstum von 3,3 Prozent erreicht werden. Allerdings wurde dies ausschließlich auf dem inländischen Markt erzielt. Die Ausfuhrumsätze sind indes deutlich um 48 Prozent auf 71 Millionen Euro zurückgegangen.

Die wachstumsstärkste Branche in der Region war 2018 die Herstellung elektronisches Erzeugnissen. Der Gesamtumsatz hat sich um 24,8 Prozent auf insgesamt 376 Millionen Euro erhöht. Der Auslandsumsatz hat sich gegenüber dem Vorjahr sogar um 36,4 Prozent auf 247 Millionen Euro erhöht.

Weitere Informationen unter www.cottbus.ihk.de/industrie2018

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