Ausbruch der Amerikanische Faulbrut in Schönefeld

Ausbruch der Amerikanische Faulbrut in Schönefeld

Im Kreisgebiet Dahme-Spreewald ist bei einem Imker in Schönefeld am 02. April 2019 der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut (AFB) amtlich festgestellt worden. Das Amt für Veterinärwesen, Verbraucherschutz und Landwirtschaft hat Maßnahmen zur Bekämpfung der bei Imkern gefürchteten Tierseuche erlassen. Die von AFB betroffenen Bienenvölker des Imkers wurden mit dem sogenannten Kunstschwarmverfahren einer Sanierung unterzogen und alles kontaminierte Material unschädlich beseitigt.

Bienenkrankheit Amerikanische Faulbrut (AFB) in Schönefeld nachgewiesen

Kreisveterinäramt hat Sperrbezirk festgelegt / Imker sollen Auffälligkeiten melden

Um den Standort des Ausbruchsbestandes in Schönefeld wurde ein Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer eingerichtet, welcher Teile des Schwarzen Wegs, der Grünauer Straße und A113-Raststätte Waldeck West umfasst. Innerhalb des Sperrbezirks wurden alle befindlichen Völker durch amtliche Tierärzte beprobt, die Ergebnisse stehen teilweise noch aus. Die Sperre hält noch mindestens zwei Monate bis Anfang Juni an. Die Aufhebung ist erst möglich, wenn erneute Untersuchungen keine weiteren Faulbruterreger bestätigen.

Alle Imker werden aufgefordert, ihre Völker nicht in den oben genannten Sperrbereich (siehe Kartenauszug) zu bringen und klinische Auffälligkeiten an ihren Völkern umgehend an das Veterinäramt zu melden. Sofern dies der Fall ist, haben Imker an ihrem Bienenstand keine Veränderungen, wie das Entfernen von Bienenvölkern, Waben, Wabenteilen, Honig zur Verfütterung an Bienen oder benutzten Gerätschaften, vorzunehmen.

Die AFB stellt keine Gefährdung für Verbraucher durch den Verzehr von Honig oder anderen Bienenprodukten dar. Bei der AFB handelt es sich um eine Erkrankung der Bienenvölker, bei der ausschließlich die Bienenbrut befallen wird. Erwachsene Bienen können nicht an der Faulbrut erkranken, verbreiten sie aber in ihrem Haarkleid oder als Ammenbienen über das Futter und führen so die Infektionskette fort, wodurch es zum Massensterben von Bienenvölkern kommen kann. Die durchzuführenden Maßnahmen sind erforderlich, um die Ausbreitung der amerikanischen Faulbrut zu verhindern und somit die Imker im Landkreis Dahme-Spreewald vor größeren Schäden zu bewahren.

Hintergrund "Amerikanische Faulbrut" (AFB):

Bei der AFB handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche, die die Larven von Bienenvölkern befällt. Ausgewachsene Bienen sind gegen die Krankheit resistent. Ausgelöst wird die Krankheit durch das sporenbildende Bakterium Paenibacillus larvae. In infizierten Völkern nehmen Larven die Sporen des Bakteriums mit dem Larvenfutter auf. Die Sporen keimen im Mitteldarm der Larven. Zunächst ernähren sich die Erreger vom Futter, welches die Larve aufnimmt, und vermehren sich dabei ausschließlich im Darm. Im weiteren Verlauf der Erkrankung durchbrechen die Bakterien die Darmwand und wandern in das übrige Gewebe der Larve ein. Dabei töten sie die Larve. Die Krankheit lässt die Brut nach und nach absterben, so dass die erforderliche Winterstärke des betroffenen Volkes nicht erreicht werden kann und das Volk stirbt. Für den Menschen ist die AFB ungefährlich - auch der Honig der Bienen, deren Völker betroffen sind, kann bedenkenlos verzehrt werden. (Quelle: LIB - Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf e.V.)

Kontakt:

Amt für Veterinärwesen, Verbraucherschutz und Landwirtschaft
beim Landkreis Dahme-Spreewald
E-Mail: veterinaeramt@dahme-spreewald.de
Tel.: 03546 20-1613 o. 03375 26-2121
Fax: 03546 20-1663

Quelle: PM des Landkreises Dahme-Spreewald