Senkung der Stromsteuer

Senkung der Stromsteuer gefordert

Im Jahr 2017 erreichte Deutschland erstmals die höchsten Strompreise (inkl. Steuern und Abgaben) für Haushalte in Europa. Die Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung wies in ihrem Bericht darauf hin, dass der durchschnittliche Strompreis für Gewerbetreibende und private Haushalte gegenüber dem Jahr 2000 um 110 Prozent gestiegen ist. Handwerksbetriebe erhalten keine Entlastungen bei Steuern oder Abgaben, wogegen Industrieunternehmen jedes Jahr mit Milliarden Euro subventioniert werden.

Handwerk fordert Senkung der Stromsteuer

Alternative Finanzierung der Energiewende dringend notwendig

"Wir haben bereits jetzt nachweislich die teuersten Strompreise in Europa. Die Kostenbilanz für das Handwerk hat in den letzten Jahren rasant zugenommen. Energie- und Rohstoffpreise sind ein Risikofaktor für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung unserer Betriebe geworden. Wir brauchen eine grundlegend andere Finanzierung der Energiewende. Sie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und darf nicht ausschließlich über den Strompreis bezahlt werden. Es ist an der Zeit, Verbraucher und Betriebe zu entlasten", fordert Peter Dreißig, Präsident der Handwerkskammer Cottbus (HWK). "Die Senkung der Stromsteuer ist zeitgemäß und wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Handwerksbetriebe."

Hintergrund

Der Strompreis in Deutschland lag für Verbraucher im Jahr 2017 bei 29,82 Cent/kWh. Er setzt sich zusammen aus:

  • 54 % Steuern, Abgaben und Umlagen
  • 25 % Netzentgelte
  • 21 % marktlich bestimmter Anteil (Strombeschaffung/Vertrieb)

Für Unternehmen im Handwerk, Handel, Dienstleistungen und Gewerbe ähnelt der Strompreis in seiner Zusammensetzung dem für Privathaushalte.

Autor und Kontakt

Handwerkskammer Cottbus (HWK)
Altmarkt 17
03046 Cottbus

Handwerkskammer Cottbus (HWK) im Branchenbuch Lausitz.