Niederschlesische Verkehrsmagistrale fertiggestellt

Bremer Lagerlogistik (BLG) in Falkenberg/Elster

Heute wird das letzte Teilstück der Niederschlesischen Eisenbahnmagistrale zwischen Ruhland und Horka in Niesky feierlich eröffnet. Nach zehn Jahren Bauzeit geht damit das letzte Teilstück der hochleistungsfähigen, zweigleisigen Schienenverbindung zwischen West- und Osteuropa mit Anschluss an die Chinesische Seidenstraße in Betrieb.

Durch die Lausitz nach China: Niederschlesische Bahnmagistrale in Betrieb

Künftig können Waren in elf Tagen von den Seehäfen in den Niederlanden und in Norddeutschland auf der Schiene durch die Lausitz bis in die Ukraine und weiter nach Asien transportiert werden. Das vollendete Schienenteilstück schafft für die Lausitz neue Perspektiven beim Umladen von Waren von der Straße auf die Schiene und umgekehrt.

"Mit der Fertigstellung der Niederschlesischen Verkehrsmagistrale wurde das größte Schienenverkehrsprojekt dieses Jahrzehnts in der Lausitz vollendet. Es bietet für die ansässigen Transport- und Produktionsunternehmen und für neue Wirtschaftsansiedlungen enorme Chancen. Entlang der neuen Eisenbahnmagistrale haben die ersten Ansiedlungen von Unternehmen, wie beispielsweise die Bremer Lagerlogistik (BLG) in Falkenberg/Elster, bereits stattgefunden. Weitere werden folgen, das ist sicher", so Jens Krause, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus.

Unternehmen, die entlang der Bahnmagistrale ansässig sind, befassen sich aktuell mit der Verlagerung der Güter von der Straße auf die Schiene. Eine große Bedeutung hat hierbei das Netzwerkterminal der STR Bertschi am Standort der BASF in Schwarzheide. Ein weiteres Verladeterminal entsteht gerade im sächsischen Kodersdorf. Beide Terminals befinden sich direkt an der neu eröffneten Eisenbahnmagistrale.

Darüber hinaus wird die Niederschlesische Eisenbahnmagistrale eine große überregionale Sogwirkung erzeugen. Züge sollen nicht nur durch die Lausitz rollen, sondern hier logistische Prozesse anstoßen und Wertschöpfung erzeugen. Im besonderen Fokus stehen dabei die Warenströme aus und nach China. Um die Lausitz als eine der führenden Logistikregionen Deutschlands zu entwickeln und in Osteuropa und Asien bekannter zu machen, haben führende Logistiker am Anfang dieses Jahres das "Wirtschaftsverkehrsnetzwerk Lausitz" gegründet. Erste Aktivitäten dazu sind bereits zwischen den Wirtschaftsförderungen, den Kammern und Verbänden und den Unternehmen abgestimmt.

"Vor dem Hintergrund einer erfolgreichen Strukturentwicklung in der Lausitz müssen wir für unsere Industrie- und Gewerbegebiete entlang der Strecke verstärkt werben und den besonderen Mehrwert durch diese attraktive Schienenverbindung herausstellen", fordert Jens Krause. "Hier ist ein enges Zusammenspiel aller Akteure wichtig, ebenso wie eine professionelle und dienstleistungsorientierte Außendarstellung der Lausitz."

Foto: Bremer Lagerlogistik (BLG) in Falkenberg/Elster - blg-logistics.com

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