Neues Besucherzentrum für UNESCO Geopark Bad Muskau

Neues Besucher- und Bildungszentrumzentrum für UNESCO Geopark in Bad Muskau

Dresden/Bad Muskau (8. November 2018) - Ministerpräsident Michael Kretschmer freut sich, dass ein neues Besucher- und Bildungszentrumzentrum als Schnittpunkt zweier UNESCO-Kulturlandschaften entsteht.

Neues Besucher- und Bildungszentrumzentrum für UNESCO Geopark in Bad Muskau

Kretschmer: In der Lausitz entsteht Zukunft - wir schaffen neuen Anziehungspunkt zwischen Berlin und Breslau im Fürst-Pückler-Park

Das weltberühmte Werk des Fürsten Pückler, die deutsch-polnische UNESCO-Welterbestätte Muskauer Park, hat in den zurückliegenden 25 Jahren dank der Unterstützung durch die Bundesrepublik Deutschland und den Freistaat Sachsen eine beispiellose Renaissance erfahren und steht international prototypisch für die erfolgreiche grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Bewahrung des gemeinsamen Kulturerbes. Gleichzeitig liegt der Muskauer Park im Zentrum einer weiteren UNESCO-Kulturlandschaft: dem deutsch-polnischen Geopark Muskauer Faltenbogen

Somit liegt es einerseits auf der Hand, die Erfolgsgeschichte des Muskauer Parks auf die wesentlich größere Fläche des Geoparks auszudehnen und anderseits synergetische Schnittpunkte beider UNESCO-Stätten herauszuarbeiten, um ein attraktives touristisches, identifikationsstiftendes Szenario für die den Prozess des Strukturwandels durchlaufende Lausitz zu entwerfen.

Vor diesem Hintergrund fiel im Stiftungsrat der Stiftung "Fürst-Pückler-Park Bad Muskau" der Entschluss, in dem zentralen "Kavalierhaus" des Muskauer Parks ein modernes Besucher- und Bildungszentrum für den UNESCO-Geopark zu errichten.

Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte dazu: "Wir investieren in die Lausitz, weil wir an die Zukunft der Region glauben. Mir geht es um konkrete Projekte. In der Lausitz entsteht etwas ganz Besonderes - ein Anziehungspunkt, der bis Berlin wirken wird. Neben Aufmerksamkeit schaffen wir so Chancen für neue Arbeitsplätze. Ich freue mich, dass der Haushaltsausschuss heute dafür grünes Licht gegeben hat. Unsere Bundestagsabgeordneten Thomas Jurk und Patrica Lips haben sich sehr für das Projekt eingesetzt. Ich bin ihnen dafür sehr dankbar."

Hintergrund

Die Grundfinanzierung des Projekts in Höhe von bisher 20 Millionen Euro ist in den Haushaltsplanungen des Freistaates Sachsen verankert. Im Rahmen des parlamentarischen Verfahrens zur Aufstellung des Bundeshaushalts ergibt sich aktuell die Chance, das Vorhabenbudget um weitere 14 Millionen Euro zu erhöhen. Dadurch wird es möglich sein, die Attraktivität des Baus für die Besucher noch einmal erheblich zu steigern und durch ein variables Dach für den Außenbereich konsequent ganzjährig zu nutzen. Gleichzeitig gelingt es mit den Bundesmitteln, einen themenbezogenen, Fragen des Klimawandels aufgreifenden Außenraum zu gestalten und den Aspekt der kulturellen Bildung innerhalb des Ausstellungsbereichs deutlich zu stärken. Im Ergebnis profitiert das Besuchserlebnis, nimmt die Qualität der Vermittlung zu und der Aufenthalt von Touristen in der Region um Bad Muskau steigt nicht nur an, sondern wird auch in die Wintermonate hinein ausgeweitet.

In dem Besucher- und Bildungszentrum des Geoparks werden die eiszeitlichen Phänomene der Stauchendmoräne des Muskauer Faltenbogens szenografisch anschaulich und auf fachlich hohem Niveau dargestellt. Aus der erdgeschichtlichen, landschaftsformenden Formation lässt sich die industrielle Entwicklung der gesamten Region - vom Töpfern über die Glasindustrie hin zum Braunkohlentagebau - ableiten, und schließlich passt sich auch Pückler mit seinem Park in die glaziale Topografie harmonisch ein. So entsteht ein thematischer roter Faden von 340.000 Jahren Landschaftsgestaltung im Wechselspiel mit Klimageschichte und ökonomischen Entwicklungen. Die holistische Geschichte einer gesamten Gegend wird lehrreich und unterhaltsam vermittelt - die Geschichte eines grenzüberschreitenden Naturraums und somit auch die Geschichte eines Stückchens deutsch-polnischer Heimat.

Zur Realisierung des Vorhabens wird es im Jahr 2019 einen hochkarätigen Architekturwettbewerb geben. Der Siegentwurf soll dann ab 2022 realisiert werden, sodass das Besucher- und Bildungszentrum des UNESCO Geoparks Muskauer Faltenbogen Ende 2024/Anfang 2025 den Betrieb aufnehmen kann.

Quelle: SSK - Sächsische Staatskanzlei