Pflegedialog im Landkreis Bautzen

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Gesundheitsstaatssekretärin Regina Kraushaar nahm heute (15. Oktober 2018) am Pflegedialog im Bischof-Benno-Haus in Bautzener Ortsteil Schmochtitz teil. Wie geht gute Pflege im Landkreis Bautzen? Was brauchen wir, damit die Pflege in der Region zukunftsfähig wird und was können wir dafür tun? Um diese und weitere Fragen drehte sich die Diskussion beim zweiten von insgesamt 13 Pflegedialogen. Der Pflegedialog ist eine Veranstaltungsreihe, bei der Gesundheitsministerin Barbara Klepsch und Staatssekretärin Regina Kraushaar landesweit mit pflegenden Angehörigen, Pflegekräften sowie anderen Expertinnen und Experten über die Pflege in Sachsen diskutieren.

Gutes Leben im Alter – Pflegedialog im Landkreis Bautzen

 

"Überall in Sachsen engagieren sich Menschen vor Ort für eine gute Pflege. Sie sorgen dafür, dass die Betroffenen ein gutes Leben im Alter verbringen können - auch wenn sie Hilfe benötigen und pflegebedürftig geworden sind. Das Engagement im Bereich der Pflege ist ein unschätzbarer Wert für die Gesellschaft insgesamt. Beim Pflegedialog hier im Landkreis Bautzen wollen wir mit den Akteuren ins Gespräch kommen, und vor allem wollen wir zuhören - denn nur gemeinsam können wir klären, was und wen es für gute Pflege konkret braucht, wo noch Handlungsbedarf besteht und was die Beteiligten in der Region bereits an Ideen für ein gutes Leben im Alter und bei Pflege entwickelt haben", sagte Staatssekretärin Regina Kraushaar.

Sachsen ist das Bundesland mit dem dritthöchsten Altersdurchschnitt. Laut Prognose erhöht sich das Durchschnittsalter um etwa ein Jahr von derzeit 46,7 Jahre auf 47,6 Jahre im Jahr 2030. Das Durchschnittsalter im Landkreis Bautzen beträgt schon jetzt 47,8 Jahre. Die Prognose für 2030 liegt hier bei 49,7 Jahren. Für Sachsen und im Speziellen für den Landkreis Bautzen ergeben sich somit neue Anforderungen an die Pflege sowie ein erheblicher Bedarf an Pflegepersonal.

"Damit die Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft gute Pflegeangebote vorfinden, müssen wir schon heute zukunftsweisende Schritte diskutieren und neue Lösungen erproben. Und eins ist klar: Dabei müssen wir auf die speziellen regionalen Herausforderungen und Chancen eingehen. Mit den Dialogveranstaltungen wollen wir dazu beitragen, dass sich die Akteure vor Ort noch besser vernetzen können und miteinander in kontinuierlichem Austausch bleiben. Ich bin allen, die sich in der Pflege mit Herz und Verstand jeden Tag aufs Neue einbringen, sehr dankbar für ihr Engagement", so Kraushaar.

Die Staatssekretärin bezeichnete die bereits existierenden Pflege-Strukturen in Sachsen als zeitgemäß und den Bedürfnissen der Menschen entsprechend. Mit dem Weg der "vernetzten Pflegeberatung", den der Freistaat seit der Verabschiedung des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes von 2008 geht, wurden bereits Weichen für eine zukunftsfähige Pflege gestellt. So werden beispielsweise vom Freistaat Pflegekoordinatorinnen und Pflegekoordinatoren in den Landkreisen gefördert, die bereits alle relevanten Akteure in der Pflege zusammenbringen. "An diese Netzwerke knüpfen wir mit den Dialogen an. Das konkrete Gespräch vor Ort, das sich an den Gegebenheiten der jeweiligen Region orientiert, soll ein weiterer Impuls sein, damit sich eine regional starke Pflegelandschaft über Kooperationen und Beispiele guter Praxis weiter festigt.", so die Staatssekretärin.

Auf den Pflegedialogen werden Staatssekretärin Kraushaar und Staatsministerin Klepsch in den kommenden Monaten in allen 13 Landkreisen und kreisfreien Städten Sachsens mit Betroffenen und lokalen Experten ins Gespräch kommen und Ideen für die Zukunft der Pflege entwickeln Der nächste Pflegedialog findet am 30. Oktober im Landkreis Leipzig statt.

Über die Pflegedialoge Sachsen:

Gutes Leben im Alter - das bedeutet für viele Menschen auch gute Pflege und Unterstützungsmöglichkeiten bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit. In Sachsen werden in Zukunft immer mehr Menschen Pflegedienstleistungen in Anspruch nehmen. Das hat zum Beispiel mit dem demografischen Wandel zu tun. Welche Herausforderungen zeigen sich in der Pflege in Sachsen heute und morgen? Welche Chancen bieten mehr Vernetzung und Austausch? Welche gesundheitliche Infrastruktur und welche Angebote benötigen wir? Welche Technologien können pflegebedürftigen Menschen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen? Und wo helfen nur professionelles Personal und die Zuwendung durch einen Menschen? Auf den Pflegedialogen ist Raum für Fragen wie diese.

Mit den Pflegedialogen Sachsen sucht das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz das Gespräch mit den Menschen vor Ort und möchte herausfinden: was macht heute schon gute Pflege im Freistaat aus - und wie lässt sie sich weiter verbessern?

Weitere Informationen unter: www.pflegedialoge.sachsen.de

Quelle: SMS - Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz