Bautzen kauft Krone-Areal

Veröffentlicht: Montag, 24. September 2018, 12:54 Uhr

Bautzen kauft Krone-Areal

Bautzen. Zwei Jahre lang wurde teils sehr kontrovers diskutiert aber am 29. August 2018 hatte es der Stadtrat dann doch mit nur einer Stimmenthaltung beschlossen: Das Krone-Areal zwischen Stein- und Töpferstraße soll erworben werden. "Wir können und wollen nicht tatenlos neben einer Fläche im Zentrum der Stadt stehen und zusehen, wie private Investoren Bausünden begehen", so die Argumentation von Oberbürgermeister Alexander Ahrens.

Bautzener Wohnungsbaugesellschaft mbH (BWB) hat das Krone-Areal gekauft

Heute haben Kirsten Schönherr, Geschäftsführerin der städtischen Bautzener Wohnungsbaugesellschaft mbH (BWB) und Alexander Kindermann als geschäftsführender Gesellschafter der Berliner Onnasch-Unternehmensgruppe den Kauf des Krone-Areals in Bautzen unter notarieller Aufsicht unterzeichnet. Für 2,1 Millionen Euro kaufte die BWB im Auftrag der Stadtverwaltung die ehemalige Stadthalle "Krone", die benachbarte Parkplatzfläche und die Gebäude Steinstraße 9 und 15. Kirsten Schönherr freute sich, dass sie mit ihrer Unterschrift einen Schlusspunkt unter wochenlange Verhandlungen setzen konnte: "Wir sind immer fair miteinander umgegangen und ich danke Herrn Kindermann für seine Offenheit".

Das Areal soll nun für die Stadtentwicklung vorgehalten werden. Konkrete Pläne dafür gibt es allerdings noch nicht. In die Kaufsumme fließt neben Eigenmitteln der BWB auch 1 Mio. Euro Kredit ein, der mit 2 Prozent verzinst ist.

Besonders die ehemalige Veranstaltungshalle "Krone" war und ist Mittelpunkt von Diskussionen. Alexander Ahrens hatte aber in der Sitzung am 29. August gegenüber dem Stadtrat klar formuliert, dass die Stadt kein Geld zur Subvention der Halle ausgeben wird: "Uns ist durchaus bewusst, dass viele Menschen in der Stadt emotional an der Halle hängen. Doch weder die BWB, noch die Stadt werden die Halle an ihren Tropf hängen". Man werde die Halle nach dem Kauf "nicht sofort zunageln", könne sich aber nun in Ruhe Gedanken über das gesamte Areal zwischen Stein- und Töpferstraße machen.

Quelle: PM Stadt Bautzen