Lausitzer Klärtechnik für China

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Das Luckauer Unternehmen Lausitzer Klärtechnik (LKT) liefert die technische Ausrüstung für 300 biologische Kleinkläranlagen nach China. Der Vertrag wurde heute in der Industriestadt Tangshan im Rahmen der Chinareise von Ministerpräsident Dietmar Woidke unterzeichnet. In seiner Rede sagte Woidke: "Die Spitzentechnik aus der Lausitz ist beste Werbung für Brandenburg. Dieses ausgezeichnete Beispiel zeigt, dass China auch für Brandenburger Produkte ein sehr wichtiger Markt ist. Umwelt- und Energietechnik spielen dabei eine besondere Rolle."

Umwelt- und Energietechnik aus der Lausitz ist beste Werbung für Brandenburg

Vertragspartner ist die China Railway Rolling Stock Corporation (CRRC) Tangshan, ein wichtiger Teil des CRRC-Gesamtkonzerns. Es ist eines der größten Unternehmen Chinas mit 180.000 Mitarbeitern in zahlreichen Geschäftsfeldern. Neben den Ausrüstungen für die 300 biologischen Kleinkläranlagen für 8 bis 50 Einwohner sind drei Kläranlagen in den Größen für 625, 1250 und 2500 Einwohner vereinbart. Damit sollen in der südchinesischen Provinz Fujian 23 Dörfer an das dezentrale Abwassernetz angeschlossen werden. Zudem kommen Mitarbeiter von CRRC zur Ausbildung und Qualifizierung nach Luckau. Insgesamt geht es um eine Investitionssumme von vorerst einer Million Euro.

Woidke: "Das ist ein guter Anfang, der sicher weiter ausgebaut wird. Die Lausitzer können das." LKT-Geschäftsführer Michael Müller sagte bei der Unterzeichnung: "Uns verbindet mit CRRC eine enge Zusammenarbeit. Bereits 2017 konnten wir den ersten Kooperations- und Liefervertrag unterzeichnen. Bei unserem Besuch in Tangshan haben wir über weitere Projekte gesprochen, und ich bin optimistisch, dass diese auch realisiert werden."

CRRC unterhält ein Büro in Potsdam und kooperiert unter anderem mit der DB-Systemtechnik in Kirchmöser. Woidke lud die Unternehmensleitung nach Potsdam ein und verwies auf große internationale Unternehmen wie Rolls Royce, Daimler Benz, Arcelor Mittal oder BASF, die in Brandenburg produzieren. Woidke: "CRRC ist bei uns herzlich willkommen. Brandenburg bietet eine hervorragende Infrastruktur und hat ausgezeichnete Fachkräfte."

Zugleich wies er darauf hin, "dass in Deutschland klare Vorgaben im Vergaberecht, im Wettbewerb und im Umwelt- und Arbeitsrecht bestehen. Das ist gut so, denn es dient letztlich auch der Qualität der Produkte "made in Brandenburg". Woidke weiter: "Brandenburg öffnet sich gerne für China. Es ist für mich selbstverständlich, dass das im Rahmen von fairem Wettbewerb auch andersrum gelten muss. Protektionismus hilft niemandem und schadet allen."

Quelle: Staatskanzlei Brandenburg