Brandenburger verdienen mehr

Im 1. Quartal 2018 sind die Reallöhne, das heißt die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einschließlich Sonderzahlungen, erneut gestiegen. Nach den Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung lagen die Reallöhne in Berlin im Durchschnitt um 2,0 Prozent und in Brandenburg um 1,7 Prozent höher als im 1. Quartal 2017, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit.

Reallöhne in Berlin und Brandenburg erneut gestiegen

Die Verbraucherpreise nahmen im gleichen Zeitraum in Berlin um 1,7 Prozent und in Brandenburg um 1,6 Prozent zu. Die Nominallöhne stiegen in Berlin um 3,8 Prozent und in Brandenburg um 3,4 Prozent, sodass der Preisanstieg auch weiterhin in beiden Ländern ausgeglichen werden konnte.

Während sich in Berlin der Reallohnzuwachs im 1. Quartal 2018 auf ähnlich hohem Niveau wie im 4. Quartal 2017 bewegte, fiel er in Brandenburg etwas geringer aus. Im 4. Quartal 2017 hatte der Zuwachs in Berlin und Brandenburg 2,1 Prozent betragen. Ursache der abgeschwächten Reallohnsteigerung trotz leicht abgeschwächtem Anstieg der Verbraucherpreise in Brandenburg waren die langsamer gestiegenen Nominallöhne. In Berlin hingegen blieb der Anstieg der Nominallöhne und der Verbraucherpreise im Vergleich zum 4. Quartal 2017 unverändert.

In Berlin verlief die Verdienstentwicklung gegenüber dem Vorjahresquartal im Produzierenden Gewerbe mit einem Anstieg der Nominallöhne um 2,6 Prozent schwächer als im Dienstleistungsbereich, wo nominal 3,2 Prozent mehr verdient wurde. Am stärksten stieg der Nominallohn im Berliner Grundstücks- und Wohnungswesen, und zwar um 13,6 Prozent. In Brandenburg hingegen erhöhten sich die nominalen Verdienste im Produzierenden Gewerbe um 4,0 Prozent und damit stärker als im Dienstleistungsbereich, wo ein Zuwachs um 3,2 Prozent erzielt wurde. Den höchsten Nominallohnzuwachs gab es in Brandenburg mit 7,4 Prozent im Baugewerbe.

In Abhängigkeit von der ausgeübten Tätigkeit hatten ungelernte Beschäftigte den größten nominalen Verdienstanstieg. In Berlin lag er bei 6,7 Prozent und in Brandenburg bei 4,4 Prozent. Am geringsten fiel er in Berlin mit 3,4 Prozent für angelernte Beschäftigte und in Brandenburg mit 2,3 Prozent für Führungskräfte aus.

Das Verdienstniveau war nach wie vor im Produzierenden Gewerbe deutlich höher als im Dienstleistungsbereich. Mit einem durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst einschließlich Sonderzahlungen von 3 764 EUR wurden im 1. Quartal 2018 in der Berliner Produktion monatlich rund 600 EUR mehr als im Dienstleistungsbereich verdient.

In der Brandenburger Produktion waren es mit durchschnittlich 2 946 EUR im Monat rund 360 EUR mehr als im Dienstleistungssektor.

Entwicklung der Nominal- und Reallöhne (Bruttomonatsverdienste) einschließlich Sonderzahlungen im 1. Quartal 2018 in Berlin und Brandenburg

Reallöhne in Berlin und Brandenburg erneut gestiegen

Quelle: Über das Datenangebot des Bereiches Verdienste informiert: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg