Imagekampagne Sorbisch

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"Die Angehörigen des sorbischen Volkes brauchen für den Fortbestand ihrer Identität im Alltag Verständnis und Hilfe von der sie umgebenden Mehrheitsbevölkerung. Die staatlichen Rahmenbedingungen sollen dafür sorgen, sich frei als Sorbe bekennen zu können, die sorbische Sprache, die Kultur und Traditionen im Alltag zu leben und zu pflegen und der heranwachsenden Generation weiterzuvermitteln", unterstrich heute Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange im Sächsischen Landtag. "Die Sorben bereichern das gesellschaftliche Leben im Freistaat und stehen für die Vielfalt unterschiedlicher Kulturen. Wir wollen, dass sie die gleichen Möglichkeiten haben wie allen anderen Sachsen. Es gilt aber auch, Ungleiches ungleich zu behandeln, damit gleiche Chancen bestehen. Die Sorben siedeln seit mehr als tausend Jahren im heutigen Gebiet der Lausitz. Deshalb ist es für mich eine Verpflichtung, diese nationale Minderheit zu unterstützen", so die Ministerin.

Ministerin Dr. Stange kündigt "Imagekampagne Sorbisch" an

Vorstellung des Fünften Berichtes zur Lage des sorbischen Volkes

Nach dem Sächsischen Sorbengesetz erstattet die Staatsregierung dem Sächsischen Landtag einmal in jeder Legislaturperiode einen Bericht zur Lage des sorbischen Volkes im Freistaat Sachsen. Dieser ist ein wichtiges Spiegelbild der Wirksamkeit der politischen Rahmenbedingungen. Der Fünfte Bericht der Staatsregierung zur Lage des sorbischen Volkes konstatiert, dass die nationale Minderheit der Sorben in Sachsen entsprechend dem verfassungsmäßigen Auftrag an die Staatsregierung gefördert und den aktuellen Erfordernissen entsprechend unterstützt wird

Wie Dr. Eva-Maria Stange im Landtag betonte, gibt es derzeit besonderen Handlungsbedarf bei den Themen Entwicklung der sorbischen Sprache insbesondere unter dem Aspekt der zunehmenden Digitalisierung, Gewinnung sorbischsprachiger Lehrkräfte sowie Beeinträchtigung des sorbischen Siedlungsgebietes durch Tagebaue und die Entwicklung tragfähiger Perspektiven für die Lausitz angesichts der Neuausrichtung der Kohlepolitik. Verschiedene Maßnahmen wie die Förderung des Projektes "Sorbische Sprache in den neuen elektronischen Medien" mit 250.000 Euro oder die Umsetzung des Programmes zur Gewinnung von Lehrkräften u.a. mit dem neu im Sächsischen Hochschulzulassungsgesetz eingeführten Bonus für Sorbisch sprechende Lehramtsbewerber seien angelaufen.

Zur Stärkung des Prestiges der sorbischen Sprache sowie der Ermutigung zum Gebrauch der sorbischen Sprache kündigte die Ministerin eine "Imagekampagne Sorbisch" an. Die Mittel dafür wurden in den Regierungsentwurf zum Haushalt 2019/2020 aufgenommen.

Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hat den Fünften Bericht der Staatsregierung zur Lage des sorbischen Volkes als zweisprachige (deutsch/sorbisch) Broschüre veröffentlicht: https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/30755

Quelle: SMWK - Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst