Bahnanbindung Dahme-Spreewald / Berlin verbessern

Schnelle Bahnanbindung Dahme-Spreewald - Berlin

In einem Schreiben an die Verkehrsministerin des Landes Brandenburg Kathrin Schneider fordert Landrat Stephan Loge eine schnellere Bahnanbindung der Region nach Berlin.

Landrat fordert bessere Anbindung der Bahnhöfe Luckau-Uckro, Golßen und Drahnsdorf

"Die Haltestellen Golßen und Drahnsdorf werden nur im 120-Minutentakt bedient, in Luckau-Uckro hält die Bahn lediglich in der Hauptverkehrszeit stündlich. Für tägliche Pendler ist das keine Option, diese Haltepunkte zu nutzen. Sie nehmen eher die Strecke nach Lübben oder Brand in Kauf, um mit dem stündlich fahrenden RE 2 nach Berlin zu kommen." so Landrat Stephan Loge. "Auch ist die vergleichsweise schlechte Anbindung von und nach Berlin ein erhebliches Hemmnis für die Entwicklung von Wohn- und Gewerbestandorten an einer bereits vorhandenen Schienenpersonennahverkehrstrasse." so Loge weiter.

Es ist absehbar, dass der erwartete Zuwachs auf der Linie RE2 (Cottbus-Berlin) auch mit den Angebotserweiterungen ab Dezember 2022 nicht zu bewältigen sein wird. Sinnvoll ist es, mindestens ab dem Bahnhof Luckau-Uckro ganztägig einen stündlichen Takt anzubieten und damit Pendlerströme zu entzerren. Neben den Angebotslücken ab Bahnhof Luckau-Uckro, gilt dies besonders für die Bahnhöfe Drahnsdorf und Golßen.

Hinzu kommt, dass eine optimale Busanbindung der Bahn nach Berlin oder Dresden bei einem 120-Minutentakt schwer umsetzbar ist. Eine Anbindung auf PlusBus-Niveau kommt so nicht in Betracht. Die kleineren Bahnhöfe sind durch die vorhandene Taktung unattraktiv und Pendler aus deren Einzugsgebiet nutzen andere Bahnhöfe. Dieser vermeidbare PKW-Verkehr bei gleichzeitiger Verschärfung der Parkraumsituation wie am Bahnhof in Lübben ist bereits heute problematisch.

Hintergrund: Das Land Brandenburg schreibt aktuell den Landesnahverkehrsplan (Schienenpersonennahverkehr) fort und prüft das Angebot auf der Görlitzer- und Dresdner-Bahn.

Quelle: Landkreis Dahme-Spreewald