Dulig bei Bosch-Grundsteinlegung in Dresden

Grundsteinlegung für neue Halbleiterfabrik in Dresden

Mit Bosch investiert ein global tätiges Unternehmen in Sachsen und tätigt hier die größte Einzelinvestition seiner Unternehmensgeschichte. Diese Investition ist höchst erfreulich. Wir bedanken uns bei Bosch für das Vertrauen in den schon jetzt bedeutendsten europäischen Standort für Mikroelektronik. Das neue Werk bereichert das Netzwerk ,Silicon Saxony‘ und stärkt das gesamte Umfeld aus Zulieferern und Dienstleistern.

Sachsens Wirtschaftsminister Dulig bei Grundsteinlegung für die neue Halbleiterfabrik von Bosch in Dresden

Rund 2.300 Unternehmen mit insgesamt 60.000 Mitarbeitern sind im Freistaat in der Informations- und Kommunikationstechnik entlang der Wertschöpfungskette aktiv. Sie entwickeln, fertigen und vermarkten integrierte Schaltkreise oder dienen der Chipindustrie als Material- und Equipment-Lieferanten, produzieren und vertreiben elektronische Produkte und Systeme auf der Basis integrierter Schaltungen oder entwickeln und vermarkten Software.

Bosch trifft in Sachsen auf hochqualifizierte und motivierte Fachkräfte, eine moderne Infrastruktur sowie eine exzellente Forschungslandschaft, wie sie so konzentriert und breit gefächert zugleich in anderen Regionen Deutschlands nicht zu finden ist. Mit Bosch entstehen nun zusätzliche Schnittstellen und Potenziale für Kooperationen der hiesigen Halbleiterfertiger untereinander sowie mit anderen Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Solche Kooperationen, beispielsweise in Form gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsprojekte, bieten große Chancen auch für die Anwenderindustrien Insoweit bedeutet die neue Fabrik von Bosch eine höchst erfreuliche Erweiterung der sächsischen, deutschen und europäischen Wertschöpfungsnetzwerke. Davon werden auch viele kleine und mittelständische Unternehmen profitieren.

Für Deutschland und Europa ist die Bosch-Ansiedlung in Dresden enorm wichtig zum Ausbau und zur Sicherung hiesiger Kompetenzen in dieser für nahezu alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche wichtigen Schlüsseltechnologie. Dem Mikroelektronik-Cluster Sachsen ging es schon vor dieser Standortentscheidung besser als jemals zuvor. Nun verleiht das Investment von Bosch der - auch von Volatilität gekennzeichneten - insgesamt positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Branche weiteren Schub. Und die gemeinsamen langjährigen Bemühungen von Europäischer Kommission, Bundesregierung und Sächsischer Staatsregierung zur Stärkung der Schlüsseltechnologie Mikroelektronik in Europa, Deutschland und Sachsen tragen ein weiteres Mal Früchte. Die Standortentscheidung von Bosch ist ähnlich bedeutsam wie die Entscheidung von Siemens Ende 1993 für eine Halbleiterfertigung in Dresden.

Quelle: SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr