Bargeldlos Parken in Görlitz und Zittau

Veröffentlicht: Donnerstag, 21. Juni 2018, 10:01 Uhr

Görlitz setzt auf Handyparken

Görlitz hat ein neues Angebot für Touristen, Pendler und Einwohner: In der Stadt können seit 19.06.2018 bargeldlos Parkgebühren gezahlt werden. Görlitz gehört damit zu derzeit 64 Städten in Deutschland, welche diesen Service anbieten.

bargeldlose Parkgebühren: Görlitz setzt auf Handyparken

Auf einem Vor-Ort-Termin haben Bürgermeister Dr. Michael Wieler, die Amtsleiterin für öffentliche Ordnung, Silvia Queck-Hänel und Philipp Zimmermann vom Handy-App-Betreiber Smartparking das Konzept vorgestellt und getestet. Im Laufe der Woche sollen alle Parkautomaten der Stadt mit entsprechenden Hinweis-Aufklebern versehen sein. Die Parkscheinautomaten der Stadt bleiben parallel in Betrieb, dort finden sich Anleitungen mit den ersten Schritten zum Handyparken.

Amtsleiterin Silvia Queck-Hänel betonte: "Kleingeld zusammensuchen, Ärger mit kaputten Automaten und im schlimmsten Fall ein Knöllchen - dieser Stress soll der Vergangenheit angehören. Bezahlt werden kann ab heute mit dem Mobiltelefon." Dafür kooperiert die Stadt mit dem Smartparking-Plattform e.V.. Diese Initiative ist ein Zusammenschluss von Anbietern elektronischer Zahlungssysteme für ein bargeldloses Parken. Als Handyparken-Anbieter stehen EasyPark, ParkNow, Trafficpass und moBiLET mit ihren jeweiligen Apps zu Auswahl. Weitere können folgen. Die Anbieter unterscheiden sich in der Verbreitung, im Preis für den bargeldlosen Parkgebührenservice, den Zahlungsmöglichkeiten sowie zusätzlichen Funktionen und Leistungen. Autofahrer können sich für den Anbieter entscheiden, der ihnen persönlich zusagt. Den Parkvorgang startet der Fahrer per App, Anruf oder SMS. Seine Parkzeit kann er ganz nach Bedarf stoppen oder bis zur Höchstparkdauer verlängern. So entfallen Überzahlung und auch Verwarngelder wegen abgelaufener Tickets. Ob ein Auto ein digitales Ticket hat, erkennen die Mitarbeiter/innen des Ordnungsamts, indem sie das Kennzeichen mit einem zentralen Online-System online und vor Ort abgleichen. "Die Stadt Görlitz freut sich, mit dem neuen Angebot den Fahrzeugführern mehr Komfort und Flexibilität beim Parken bieten zu können", so Silvia Queck Hänel.

Philipp Zimmermann vom Handy-App-Betreiber Smartparking sagte beim Vor-Ort-Termin: "Wir haben schon in vielen Städten das Angebot eingerichtet – die Görlitzer Art ist dabei die modernste. Denn hier wird auf extra Vignetten für die Autoscheibe verzichtet – die Überprüfung durch das Ordnungsamt erfolgt über den Abgleich des Autokennzeichens." Die Vorteile des Angebots, so Zimmermann, lägen in dem breiten Angebot an Anbietern, die alle über eine App und Plattform gebucht werden könnten – da lassen sich unterschiedliche Leistungen zu unterschiedlichen Konditionen buchen.

Bürgermeister Dr. Michael Wieler hat sich beim Vor-Ort-Termin davon überzeugen können, indem er sich bei Smartparking ohne Probleme und in kurzer Zeit anmelden konnte. "Mein Urteil lautet nach dem Test: Das ist gut. Aus der persönlichen Praxis weiß ich, dass so ein Service sich durchaus durchsetzen kann, wenn er die Wünsche der potenziellen Nutzer erfüllt", so Dr. Wieler. Hier sei die Menüführung, die Abrechnungsmodalitäten und die Bedienerfreundlichkeit gegeben. "Für Görlitz ist das ein weiterer Pluspunkt beim Service und damit der Lebensqualität in der Stadt."

Handyparken startet in Zittau - Abschied vom Papierticket

Das Ende des Parkscheins und der Kleingeldsuche: Autofahrer können in Zittau seit dem 1. Juni ihre Parkgebühren jetzt per Mobiltelefon bezahlen. Dafür kooperiert die Kreisstadt mit smartparking, einer Initiative für digitale Parkraumbewirtschaftung. Wer seinen Wagen auf einem städtischen Parkplätze abstellt, wählt einfach einen der vier Handyparken-Anbieter: EasyPark, ParkNow, Trafficpass oder Yellowbrick. Eine Kurzanleitung dazu findet sich an jedem Parkscheinautomaten.

Den Parkvorgang startet der Fahrer einfach per App, Anruf oder SMS. Er löst damit einen digitalen Parkschein. Die Parkzeit kann er nach Bedarf stoppen oder verlängern. So entfallen Überbezahlung und auch Verwarngelder wegen abgelaufener Tickets. Für diesen Komfort addieren die Anbieter unterschiedliche Zuschläge auf die kommunalen Parkgebühren.

Ob ein Auto ein gültiges digitales Ticket hat, erkennen die Mitarbeiter des Ordnungsamts, sobald sie das Kennzeichen mit einem zentralen System abgleichen. Praktisch für die Bürger: Sie können auch in anderen Städten Handyparken nutzen, zum Beispiel in Berlin, Zwickau, Köln und Hamburg.

Die Anbieter unterscheiden sich in der Verbreitung, im Preis und in der Technik: ParkNow setzt beispielsweise auf eine kostenfreie App, die dem Autofahrer neben dem bargeldlosen Parken am Straßenrand auch eine ticketlose Ein- und Ausfahrt in Parkhäuser ermöglicht. Die Anwendung ist auch ohne Registrierung sofort nutzbar. EasyPark läuft ebenfalls über eine kostenlose App. Diese stellt neben einer Start-, Verlängern- und Beenden-Funktion weitere komfortable Features bereit - etwa die Anzeige nahegelegener Parkzonen.

Ole von Beust, Geschäftsführer von smartparking: "Unsere Plattformlösung ist offen für alle Wettbewerber. Damit lässt sie den Fahrern die Freiheit, sich für die Technik zu entscheiden, die ihnen am meisten zusagt. Und die Städte können Handyparken sehr schnell einführen - ohne aufwendige Ausschreibung."

Mehr Informationen zu den derzeit in Görlitz vertretenden Anbietern gibt es bei

Über smartparking

smartparking - die Initiative für digitale Parkraumbewirtschaftung - gibt es seit Herbst 2015. Geschäftsführer ist der ehemalige Hamburger Erste Bürgermeister Ole von Beust. Zu den Gründungsmitgliedern gehören die Anbieter EasyPark, ParkNow und Mobile City. smartparking unterstützt Städte und Gemeinden bei der Einführung von effizienten und bürgernahen Lösungen für das bargeldlose Bezahlen von Parkgebühren. Auf der wettbewerbsübergreifenden Plattform finden sich Deutschlands wichtigste zertifizierte Anbieter. Autofahrer können sich für den Dienst entscheiden, der ihnen persönlich zusagt. Alle beteiligten Städte: http://smartparking.de/fuer-verbraucher.

Quelle: PM Stadt Görlitz