Spreewälder Gurken erntereif

Ernte von Bio-Einlegern bei Sellendorf

Die Ernte der berühmtesten Gurken der Welt ist angelaufen: Geschäftsführer von Spreewälder Gemüseanbau- und Verarbeitungsbetrieben und der Spreewaldverein haben gemeinsam mit Medienvertretern den Startschuss für die Ernte der Gurken gegeben. Auf dem Gurkenfeld bei Sellendorf - einem Ortsteil der Gemeinde Steinreich im Landkreis Dahme-Spreewald - diskutierten Experten, Medien und Gäste die Herausforderungen der diesjährigen Erntesaison. Der hiesige Gurkenschlag ist knapp 25 Hektar groß. Darauf wird gegenwärtig mit sechs Gurkenfliegern die Ernte der Bio-Einleger bewältigt.

Erntestart bei Spreewälder Gurken 2018

Heinz-Peter Frehn von der Geschäftsführung der Biohof Schöneiche GbR und Gastgeber der diesjährigen Pressekonferenz, erklärte, dass die kühle Witterung im März/April teilweise die Pflanzung der Gurken verzögerte. In seinem Unternehmen konnten dann ab 18. April die Gurkenfelder bestellt werden. Auf ca. 50 Hektar Anbaufläche betreibt der Biohof Schöneiche 2018 den ökologischen Gurkenanbau. Der ab Ende April plötzlich einsetzende Wetterumschwung hin zu konstanten warmen Tages- und Nachttemperaturen mit zahlreichen Sonnenstunden führte zu einer schnellen Entwicklung des Gurkenbestandes. Der diesjährige Monat Mai gehört zu den wärmsten und Sonnenschein reichsten Maimonaten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Starkregen- und Hagelereignisse führten nur kurzzeitig auf einigen Schlägen zu Unterbrechungen der rasanten Bestandsentwicklung. Das führte im Spreewald in diesem Jahr zu einem sehr zeitigen Erntebeginn. Auf den Gurkenschlägen des Biohofes Schöneiche wird bereits seit Ende Mai geerntet.

Nach wie vor sind Spreewälder Gurken ein Qualitätsprodukt mit Herkunftsgarantie. Seit der Selbstverpflichtung der regionalen Gurkenerzeuger und -verarbeiter wird ausschließlich regionale Rohware für die Verarbeitung zu Spreewälder Gurken in den unterschiedlichen Geschmacksrichtungen verwendet. Die Verwendung frischer Zwiebeln und Kräuter erzeugt den typischen fein-milden Geschmack. Bekannt sind Spreewälder Gurken zudem durch die besondere Knackigkeit und Bissfestigkeit der Gurken. Das liegt an den besonderen klimatischen Verhältnissen im Spreewald und an den kurzen Wegen vom Feld bis zum Konservenbetrieb, die eine tagfrische Verarbeitung der Rohware gewährleisten. Im März 2019 feiert das Spreewälder Imageprodukt 20jähriges Jubiläum als "Geschützte Geografische Angabe". Dabei handelt es sich um eine Registrierung durch die Europäische Kommission, die einerseits der Qualitätssicherung dient und andererseits Spreewälder Gurken vor Nachahmung außerhalb der Region schützt.

Der Gurkenanbau ist längst Bestandteil der modernen Landwirtschaft. Die GPS-gestützte Kulturführung ist hier genauso in der Anwendung wie bei der Bewirtschaftung anderer landwirtschaftlicher Kulturen. Punktgenaue Tröpfchenbewässerung zur Wasser- und Nährstoffversorgung sichert einen sparsamen Ressourceneinsatz. Erzeugung und Verarbeitung von Spreewälder Gurken leisten beständig einen hohen Anteil bei der Sicherung von Beschäftigung und bei der regionalen Wertschöpfung. Insgesamt werden 2018 im Spreewald Gurken auf einer Fläche von rund 560 Hektar angebaut, davon rund 50 Hektar im Bioanbau, der ausschließlich von der Biohof Schöneiche GbR betrieben wird. Im Anbau kommen in diesem Jahr rund 2.700 Beschäftigte, in der Verarbeitung rund 550 Beschäftigte zum Einsatz. Gurken sind nach wie vor in der eigenen Küche und in der Gastronomie ein beliebtes, wertvolles und vielseitig einsetzbares Lebensmittel. Tolle Rezepte und viele Informationen zu Spreewälder Gurken lassen sich im Internet unter www.gutes-spreewald.de entdecken.

Quelle: Spreewaldverein e.V.