Lausitzbeauftragter Klaus Freytag

Ministerpräsident Woidke

Das Kabinett wird sich am morgigen Dienstag (12. Juni) mit vier wichtigen Personalentscheidungen für die künftige Aufstellung der Regierungszentrale befassen. Das kündigte Ministerpräsident Dietmar Woidke heute in Potsdam an. Klaus Freytag wird Beauftragter des Ministerpräsidenten für die Lausitz. Staatssekretär Martin Gorholt, bisher Bevollmächtigter des Landes beim Bund, wird neuer Chef der Staatskanzlei. Seine Position übernimmt Staatssekretär Thomas Kralinski, der die Funktion bislang innehatte. Staatssekretär Rainer Bretschneider beendet seine Arbeit als Flughafenkoordinator, bleibt jedoch Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft FBB.

Woidke ernennt Lausitzbeauftragten Klaus Freytag

Ministerpräsident Woidke: "Damit haben wir die personellen Weichen gestellt, um zentrale Zukunftsaufgaben des Landes konsequenter umsetzen zu können. Ich freue mich, dass diese Änderungen in großem Einvernehmen aller Beteiligten erfolgen. Sie sind notwendig, weil die Aufgaben der Staatskanzlei wachsen. Deshalb muss die Arbeitsteilung neu strukturiert werden."

Gorholt und Kralinski tauschen Arbeitsgebiete

Thomas Kralinski erhält zusätzlich zu seinen neuen Aufgaben als Bevollmächtigter des Landes beim Bund die Themen Internationale Beziehungen, Medienpolitik und Digitalisierung sowie Landesmarketing. Er war bereits von 2014 bis 2016 Bevollmächtigter beim Bund in Berlin. Woidke: "Thomas Kralinski hat in den vergangenen knapp zwei Jahren eine sehr engagierte und ideenreiche Arbeit als Chef der Staatskanzlei geleistet und viel nach vorne gebracht. Dafür und für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mein großer Dank. Diese gute Kooperation wird sich in der geänderten Funktion fortsetzen. Mit seiner großen Erfahrung als Beauftragter wird er dafür sorgen, dass Brandenburg im Bund auch weiter mit einer starken Stimme spricht."

Durch die Veränderungen kann sich der neue Chef der Staatskanzlei, Martin Gorholt, auf die für die Arbeit der Landesregierung entscheidende Ressortkoordinierung, deren strategische Aufstellung und das Politikmanagement konzentrieren. Die Arbeitsfelder Tolerantes Brandenburg, Bündnis für Brandenburg und Flughafenkoordination verbleiben bei Gorholt. Das zeitlich begrenzte Projekt zur humanitären Hilfe der Yeziden führt er fort. Woidke: "Martin Gorholt hat bereits in mehreren Ressorts sehr erfolgreich gearbeitet und dadurch eine jahrelange Verwaltungserfahrung. Durch die Arbeit in Berlin hat er sehr gute Verbindungen zur Bundespolitik und zu den anderen Bundesländern aufgebaut. Er ist ein erfahrener Politstratege mit sehr guten, vertrauensvollen Verbindungen in alle Ressorts, aber auch zu den Landtagsfraktionen und zu Interessenverbänden".

Strukturentwicklung der Lausitz wird zur Chefsache

Dr. Klaus Freytag, bisher Abteilungsleiter Energie im Wirtschaftsministerium, wird Beauftragter des Ministerpräsidenten für die Lausitz und Lausitz-Koordinator. Damit erklärt Ministerpräsident Dietmar Woidke die Strukturentwicklung der Lausitz zur Chefsache. Freytag war von 2004 bis 2015 Leiter des Landesbergamtes. Er lebt seit 1993 in der Lausitz. Sein Amtssitz wird in Cottbus sein. Damit gibt es künftig eine Außenstelle der Staatskanzlei in der Lausitz. Woidke wird Freytag morgen nach der Kabinettssitzung vorstellen.

Bretschneider beendet Arbeit als Flughafenkoordinator

Großen Dank sprach Woidke Flughafenkoordinator Staatssekretär Rainer Bretschneider aus, der zum 01. Juli aus dem Landesdienst ausscheidet, jedoch Vorsitzender des Aufsichtsrats der Flughafengesellschaft bleiben wird. Die entsprechenden Voraussetzungen dazu hat die Gesellschafterversammlung der FBB bereits vergangenen Mittwoch beschlossen. Die Koordination verbleibt mit dem erfahrenen Personal der Arbeitsebene in der Staatskanzlei.

Woidke: "Ich bin sehr dankbar, dass Rainer Bretschneider bereit ist, sich auch künftig mit seinem umfassenden Fachwissen und seiner großen Erfahrung für die Flughafengesellschaft einzusetzen und dazu beizutragen, dass der BER im Herbst 2020 starten kann. Seine Arbeit als Vorsitzender des Aufsichtsrats seit März 2017 hat das Projekt in deutlich ruhigeres Fahrwasser gebracht."

Quelle: Staatskanzlei Land Brandenburg