Forellenzucht Nedaschütz vergiftet

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Am Freitagabend wurde in der Forellenzucht Nedaschütz, im Landkreis Bautzen, ein großflächiges Fischsterben festgestellt. Offenbar wurde oberhalb der Zuchtanlage eine unbekannte Substanz ins Wasser eingeleitet, die zur Verendung fast des gesamten Bestandes in der Zuchtanlage führte.

Fischsterben in der Forellenzucht Nedaschütz

Bereits am Freitag wurden durch den alarmierten ABC-Gefahrenzug der Feuerwehr, die Polizei und durch das Landratsamt Bautzen (Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt sowie Umweltamt) Proben aus dem Wasser und vom Fischbestand genommen. Aufgrund der komplexen Untersuchung werden die Untersuchungsergebnisse nicht vor Freitag erwartet.

Entnehmen Sie kein Wasser aus dem Hoyerswerdaer Schwarzwasser in Nedaschütz!

Bevor die offensichtlich giftige Substanz nicht bestimmt ist, rät das Landratsamt Bautzen, vorsorglich kein Wasser aus dem Flußlauf des Hoyerswerdaer Schwarzwassers von Nedaschütz bis zum Zusammenfluss in die Schwarze Elster zu entnehmen.

Der Leiter des Umweltamtes, Georg Richter, sagte: "Da bisher keine weiteren toten Fische oder andere Anzeichen auf Vergiftungen vorliegen, gehen wir davon aus, dass der Schadstoffeintrag einmalig war und durch die entsprechende Verdünnung der Flüsse spätestens in der Schwarzen Elster keine Gesundheitsgefährdung mehr besteht." Zur Sicherheit wurden auch am heutigen Montag nochmals Proben aus dem Hoyerswerdaer Schwarzwasser um Nedaschütz genommen.

Die verendeten Tiere wurden bereits am Samstag von einem Tierkörperbeseitigungsunternehmen abgeholt. Zuvor wurden sie in Containern zwischengelagert, die kurzfristig von der Abfallwirtschaft des Landratsamtes organisiert wurden.

Quelle: LK Bautzen