Brand im Tagebau Reichwalde

Im Tagebau Reichwalde kommt parallel zur Feuerwehrarbeit Tagebautechnik zum Einsatz

Erdbautechnik soll letzte Brandherde abdecken

Im Tagebau Reichwalde kommt parallel zur Feuerwehrarbeit Tagebautechnik zum Einsatz

Die im Tagebau Reichwalde noch glimmenden Brandherde im Kohleflöz sollen am kommenden Wochenende mit bergmännischer Technik bekämpft werden. Parallel zu den Löscharbeiten durch die Feuerwehr wurden heute Maßnahmen ergriffen, um schwere Erdbautechnik ab morgen zum Einsatz zu bringen.

"Mit der Förderbrücke werden wir bereits heute Abraummassen über dem betroffenen Teil des Kohleflözes abschütten. Planierraupen sollen dann ab morgen gezielt die Brandherde abdecken, um diese einzuschließen und das Feuer damit zum Erlöschen zu bringen", informiert der Leiter der Tagebaue Nochten und Reichwalde, Lutz Mickel.

Parallel ist die Werkfeuerwehr der LEAG weiter im Einsatz. Am heutigen Freitag waren insgesamt 38 Kräfte an der Brandbekämpfung beteiligt, darunter die Freiwilligen Feuerwehren aus Weißwasser und Kreba-Neudorf mit Tanklöschfahrzeugen sowie die Bundeswehr mit Tanklöschfahrzeugen. Der Brand konnte mittlerweile auf eine Länge von rund 500 Meter eingegrenzt werden. Auch am Wochenende bekommt die LEAG Unterstützung durch die Freiwilligen Feuerwehren.

"Der Wetterbericht sagt für die nächsten Tage ein schwaches Windaufkommen an, so dass wir keine Verschlechterung der Lage im Tagebau befürchten. Bis Anfang der nächsten Woche wollen wir die schweren Erdbauarbeiten abgeschlossen haben", so Mickel. "Ich bedanke mich ganz herzlich für die vielen geleisteten Stunden aller Feuerwehrmänner und Bergleute, die alle Kräfte auf die Bekämpfung dieses Brandes gerichtet haben".

Die Versorgung des Kraftwerkes Boxberg bleibt weiterhin durch die Kohleförderung im Tagebau Nochten gesichert.

Update zum Brand im Tagebau Reichwalde

Hubschraubereinsatz bei Brand im Tagebau Reichwalde

26.4.2018 - 14:14 Uhr In den Mittagsstunden sind am heutigen Donnerstag die Glutnester im Tagebau Reichwalde durch erneut aufkommenden starken Wind angefacht worden. Die Werkfeuerwehr der LEAG konnte mit Unterstützung von 12 Freiwilligen Feuerwehren die Brandausbreitung am Nachmittag stoppen und beginnt jetzt mit Maßnahmen zur Brandbekämpfung. Insgesamt sind mehr als 60 Einsatzkräfte beteiligt.

Werkfeuerwehrleiter Hartmut Bastisch ist mit allen verfügbaren LEAG-Kameraden vor Ort. "Wir hoffen, den Brand jetzt endgültig im Griff zu haben. Ein Übergreifen auf noch intakte Teile der Bandanlage oder der Antriebsstation konnten wir verhindern. In jedem Fall werden wir heute Nacht hindurch weiter vor Ort sein und Glutnester bekämpfen".

Bundeswehr-Hubschrauber im Einsatz

Zur Unterstützung flogen heute die Bundespolizei und die Bundeswehr jeweils mit einem Hubschrauber Einsätze. Dabei wurden pro Flug bis zu 5.000 Liter Wasser über dem Kohleflöz verteilt. Die Wasserversorgung für die Löscharbeiten ist sichergestellt. Fünf Tankwagen sind permanent im Einsatz. Außerdem wurden zusätzliche Löschwasserentnahmestellen eingerichtet.

Im Tagebau Reichwalde kam es gestern zu einem Brand auf dem Kohleflöz

Feuer im Tagebau Reichwalde

26.4.2018 - 10:09 Uhr Der gestern Nachmittag auf einer Fläche von zehn mal zehn Metern ausgebrochene Brand auf der Arbeitsebene der Kohleförderung im sächsischen Tagebau Reichwalde konnte in den Abend- und Nachtstunden gelöscht werden. Die Werkfeuerwehr der LEAG sowie weitere rund 30 Feuerwehren waren mit mehr als 200 Einsatzkräften vor Ort im Einsatz. Auch heute bleiben mehrere Feuerwehren im Einsatz, um im Falle wieder aufglimmender Glutnester eingreifen zu können.

"Wir danken den Freiwilligen Feuerwehren und allen Einsatzkräften für ihren engagierten Einsatz. Dank ihrer Hilfe und Unterstützung konnten wir den Brand gegen 21 Uhr eindämmen und in den Nachtstunden löschen. Auch bei den Bewohnern möchten wir uns für das Verständnis bedanken und für die Rauchbelästigung und die dadurch entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigen", sagte der Bergbauvorstand der LEAG, Uwe Grosser.

Aufgrund stürmischer Böen weitete sich der Brand gestern auf einer Länge von 2000 Metern aus. Auch die Bandanlage zum Transport der Kohle war auf einer Länge von 700 Metern vom Brand betroffen.

Die Ursachen- und Schadensermittlung läuft aktuell. Die Versorgung des Kraftwerkes Boxberg ist über den Betrieb des Tagebaus Nochten gesichert.

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LEAG Energieunternehmen
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