Explosion im Spreewerk Lübben: Einsatz beendet

Explosion im Spreewerk Lübben

58 Einsatzkräfte bei Explosion im Spreewerk Lübben im Einsatz

Nach einer Explosion im Munitionsentsorgungsbetrieb Spreewerk in Lübben am Freitag, dem 16. März 2018, wurde der Einsatz am Folgetag (Samstag, 17. März 2018) gegen 19.15 Uhr beendet. Ein toter Mann ist zu beklagen.

Insgesamt waren 58 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst vor Ort. Derzeit laufen die polizeilichen Ermittlungen.

Am Freitag, dem 16.03.2018 kam es gegen 10.00 Uhr im Spreewerk Lübben zu einer Detonation mit starker Rauchentwicklung. Es gab eine vermisste und eine verletzte Person. Das betroffene Gebäude wurde stark beschädigt, der Gefahrenbereich weiträumig abgesperrt. An dem betroffenen Gebäude bestand erhöhte Einsturzgefahr.

Für die Bergungsarbeiten wurde Spezialtechnik eingesetzt. Am Samstagnachmittag (17. März 2018) teilte die Polizei in einer Pressemitteilung mit, dass ein toter Mann geborgen wurde. Es sei naheliegend, dass es sich bei dem Toten um den 55-jährigen vermissten Firmenangestellten handeln könnte, eine zweifelsfreie Identifizierung sei durch die Schwere der erlittenen Verletzungen noch nicht möglich.

Am Einsatz beteiligt waren die Feuerwehr Lübben einschließlich der Ortswehren Steinkirchen, Lubolz und Radensdorf, der Rettungsdienst sowie das Technische Hilfswerk. Der Landkreis Dahme-Spreewald begleitete den Einsatz mit der Sondereinsatzgruppe (SEG) Führungsunterstützung, dem Einsatzleitwagen 2. Unterstützung gab es zudem durch die SEG "Flight" der Johanniter-Unfall-Hilfe, die eine Drone zur Verfügung stellte. Die Polizei setzte einen Hubschrauber zur Beobachtung der Lage ein.

Für die Bergungsarbeiten wurde zudem ein Roboter eingesetzt. Das Technische Hilfswerk hat die entsprechenden Sicherungsarbeiten ausgeführt. Der Einsatz konnte am Samstag gegen 19.15 Uhr beendet werden. Landrat Loge, der sich selbst vor Ort ein Bild von der Situation gemacht hat, bedankt sich bei allen Helfern für ihre hohe Einsatzbereitschaft.

Laut Polizei können zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine Angaben zum Hergang des Geschehens gemacht werden. Die Ermittlungen laufen.

Hintergrund:

Im Spreewerk Lübben werden Munition und Sprengmittel zerlegt und entsorgt. Das Spreewerk Lübben gehört zu den sogenannten Störfallbetrieben.
Laut Brandenburgischem Brand- und Katastrophenschutzgesetz ist in diesen im Abstand von höchstens drei Jahren regelmäßig eine Katastrophenschutzübung durchzuführen. Die letzte Übung auf dem Gelände des Spreewerkes fand im Juni 2017 als sogenannte Stabsrahmenübung statt. Geprobt wurde das Zusammenspiel aller Rettungskräfte im Falle eines Schadensereignisses.

Quelle: PM Landkreis Dahme-Spreewald