Reiseland Sachsen auf der ITB Berlin

Veröffentlicht: Donnerstag, 8. März 2018, 12:26 Uhr

Lower Saxony © 2018 Messe Berlin

Von Barock bis Bauhaus: Reiseland Sachsen wirbt auf der weltgrößten Tourismusmesse ITB in Berlin

2019 wird das "Bauhaus" 100 Jahre alt: Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig, krankheitsbedingt vertreten durch Barbara Meyer, Abteilungsleiterin Industrie, Mittelstand und Innovation, Thüringens Wirtschaftsminister Wolfang Tiefensee und sein Sachsen-Anhalter Kollege Armin Willingmann sprachen heute bei der gemeinsamen Pressekonferenz im Rahmen der Internationalen Tourismusbörse Berlin (ITB) über die Chancen und Höhepunkte des bevorstehenden Jubiläumsjahres.

"Sachsen mit seiner 1.000-jährigen Kulturgeschichte hat wie kaum ein anderes Bundesland das gesamte Architekturspektrum zu bieten - von Gotik über Barock bis modern-minimalistisch", sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig bereits im Vorfeld. "Neben der Kunst und der Musik prägt dieser architektonische Facettenreichtum Sachsen als Kulturreiseziel Nummer 1 in Deutschland. Darunter gibt es auch zahlreiche Bezüge zum Bauhaus und zur Moderne."

Zum Jubiläum wird Sachsen alle Aspekte des künstlerischen, baulichen und wissenschaftlichen Schaffens des Bauhauses würdigen - mit besonderem Augenmerk auf das baukulturelle Erbe. "Das Bauhaus-Jubiläum ist für uns eine Chance an den Erfolg des Reformationsjubiläums anzuknüpfen und Sachsen noch prominenter am internationalen Markt zu platzieren", so Dulig, der in Sachsen auch für Tourismus verantwortlich ist.

In Sachsen wurden viele für das Bauhaus prägende Denkansätze vorweggenommen. So wurde in Dresden bereits ab 1909 mit den Deutschen Werkstätten für Handwerkskunst, als Mitgründer des Werkbundes, an einer Produktionsstätte neuen Typus gebaut - und gleichzeitig an der ersten Gartenstadt Deutschlands: Hellerau.

Zeugnisse der Baukultur des frühen 20. Jahrhunderts sind noch heute in Sachsen zu finden. Das Josef Albers' Glasfenster im Leipziger Grassimuseum, das Wandgemälde von Oskar Schlemmer im Zwenkauer Haus Rabe, die Versöhnungskirche in Leipzig, das Kaufhaus Schocken in Chemnitz von Erich Mendelsohn stehen dafür. Das Haus Schminke von Hans Scharoun in Löbau ist eines der vier weltweit herausragenden Beispiele der Stilrichtungen "Neues Bauen" und "International Style". Es steht nicht nur für Besichtigungen offen, sondern man kann darin auch übernachten. Zusammen mit dem Nieskyer Wachsmann-Haus ist es eine wichtige Station im grenzübergreifenden Netzwerk TOPOMOMO (Topography of the modern Movement). TOPOMONO hat die erhaltenen Wohnbauten, Schulen, Fabriken, Rathäuser und Kirchen im deutsch-tschechisch-polnischen Dreiländereck untersucht und erzählt nun die spannenden Geschichten, die hinter den ungewöhnlichen Bauten stehen. 2018 steht eine Generalüberholung des Hauses an. Im Jubiläumsjahr 2019 lohnt ein Besuch dann umso mehr.

Darüber hinaus sind an den zahlreichen Bauhaus-Orten vielfältige Veranstaltungen und Ausstellungen geplant. Unter anderem widmet sich eine Sonderausstellung zum Thema "BAUHAUS_SACHSEN" im GRASSI Museum Leipzig ab 2019 dem Wirken der in Sachsen gebürtigen und tätigen Bauhäusler. Zudem wird das Bauhaus beim "Tag des offenen Denkmals", im Jahreskalender des Landesamtes für Denkmalpflege und bei der Denkmalmesse 2018 in Leipzig eine wichtige thematische Rolle spielen.

Dulig: "Bauhaus-Klassiker zeichnen sich durch zeitloses Design, hohe Funktionalität, Qualität und Langlebigkeit aus. Heute stehen Designer, wie damals auch, vor der Aufgabe, Ästhetik und Technik im Produkt zu verschmelzen. Mit der Unterstützung des Sächsischen Zentrums für Kultur- und Kreativwirtschaft und Formaten, wie der GRASSI-Messe, den Designers Open in Leipzig und dem Sächsischen Staatspreis für Design, setzen wir heute die Idee des Bauhauses fort, unterstützen als Wirtschaftsministerium innovative Ideen und deren Umsetzung und belegen so, dass Sachsen auch heute noch Maßstäbe setzt und international auf hohem Niveau mitmischt."

Hintergrund

Sachsen präsentiert sich noch bis einschließlich Sonntag, 11.032018, als Reiseziel im Rahmen der ITB Berlin. Unter dem Motto "kUNSt SACHSEN" verwandelt sich der Messestand der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH (TMGS) in eine Kunstgalerie. Zu bewundern ist eine Fülle berühmter Gemälde bekannter Maler, von den alten Meistern bis zur neuen Leipziger Schule. Dazu gehört das "schönste Pastell, das man je gesehen hat", das "Schokoladenmädchen" von Jean-Etienne Liotard, ebenso wie ein Neo Rauch. Kunstvoll auf Stoffen bedruckt, umhüllen sie den knapp 1.000 Quadratmeter großen Messestand.

Sachsen ist auf der Internationalen Tourismusbörse Berlin auf dem Messegelände am Funkturm traditionell in Halle 11.2, Stand 102, zu finden. Insgesamt präsentieren sich unter dem Dach der TMGS rund 50 sächsische Tourismuspartner vom Vogtland bis in die Oberlausitz. Mit über 10.000 Ausstellern aus 187 Ländern und rund 120.000 Fachbesuchern gilt die ITB als größte Branchenmesse der Welt.

Quelle: SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr