Extreme Lärmbelästigung durch Tagebau Nochten

LEAG hält gesetzliche Richtwerte für Lärm in Trebendorf (Tagebau Nochten) ein

Die auf einer Trebendorfer Ratssitzung von Einwohnern geäußerte Kritik über eine extreme Lärmbelästigung durch den Tagebau Nochten zu Beginn diesen Jahres sowie eine Anzweifelung der Lärm-Messergebnisse weist die Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) zurück.

"Wir haben den von den Einwohnern beanstandeten Zeitraum vom 08.01. bis 09.01.18 analysiert und werden diese Ergebnisse auch in der Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz vorstellen. Unsere Auswertung dieses Zeitraums zeigt, dass der Ostwind die Tagebaugeräusche direkt in die Ortslage geweht hat. Zudem arbeitete die Abraumförderbrücke größtenteils im nördlichen Strossenbereich", informiert der LEAG-Umweltschutzbeauftragte, Jens Höhna und weist darauf hin, dass der Lärmpegel nicht mehr als 45 dB(A) betragen haben könnte. "Im Sinne der Transparenz bieten wir den Trebendorfer Bürgern an, den unabhängigen Gutachter bei einer nächtlichen Lärmmessung zu begleiten, um sich selbst ein Bild von den Messungen machen zu können", so Höhna. Aktuell befindet sich der Tagebau Nochten in einer Entfernung von 1800 Metern zur Ortslage Trebendorf.

In der technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) ist die Erfassung der lautesten Nachtstunde zwischen 22:00 und 06:00 vorgeschrieben. "Während dieser Stunde ist der logarithmische Mittelwert ausschlaggebend, dabei können Einzelwerte durchaus nach oben ausschlagen. Zusätzlich wird der Wert auf weitere Faktoren geprüft, wie zum Beispiel meteorologische Einflüsse. Daraus entsteht ein Beurteilungspegel, der mit den gesetzlichen Vorgaben verglichen wird. Wir haben in Trebendorf die gesetzlichen Richtwerte bisher immer sicher eingehalten und werden technisch alles Mögliche tun, um unsere Anlagen so geräuscharm wie möglich zu betreiben", versichert Höhna.

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