Preisanstieg bei Nahrungsmittel in Berlin und Brandenburg

Nahrungsmittelpreise in Berlin mit 2,3 % und Brandenburg mit 3,1 % deutlich gestiegen

Die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel erhöhten sich im Durchschnitt des Jahres 2017 gegenüber dem Vorjahr in Berlin um 2,3 Prozent und in Brandenburg um 3,1 Prozent. Damit stiegen sie deutlich stärker als in den letzten drei Jahren und wirkten im Jahresdurchschnitt stark erhöhend auf die Gesamtteuerung, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg anlässlich der 83. Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin mit. Die Verbraucherpreise insgesamt nahmen 2017 in Berlin um 1,7 Prozent und in Brandenburg um 1,6 Prozent und damit wesentlich schwächer zu.

Neuheiten auf dem Nahrungsmittelmarkt bilden jedes Jahr einen Schwerpunkt innerhalb der vielfältigen Erlebniswelt der IGW und können Einfluss auf die künftige Entwicklung des Verbrauchs von Nahrungsmitteln und seiner Preise nehmen. Inwieweit sie im vergangenen Jahr zum deutlichen Anstieg der Nahrungsmittelpreise beigetragen haben, ist jedoch schwer zu sagen. 2017 war ein Jahr, in dem die Nahrungsmittelpreise durchweg über denen des Vorjahres lagen. In Berlin wurden für die einzelnen Monate im Vergleich zum Vorjahresmonat Preiszunahmen zwischen 0,5 und 4,8 Prozent ermittelt. In Brandenburg lagen sie zwischen 1,4 und 5,1 Prozent.

In den Vorjahren bewegten sich die Preisanstiege bei Nahrungsmitteln für Verbraucher auf nahezu ähnlich niedrigem Niveau wie bei den Verbraucherpreisen insgesamt.

In Berlin war im Jahr 2015 sowohl für die Nahrungsmittelpreise als auch für die Verbraucherpreise insgesamt sogar ein leichter Rückgang um 0,1 Prozent zu verzeichnen.

2016 nahm der Preisauftrieb für Nahrungsmittel wieder leicht zu. In Berlin verteuerten sie sich um 1,1 Prozent und in Brandenburg um 0,9 Prozent und erreichten damit bereits 2016 schon einen über der Gesamtteuerung liegenden Preisanstieg.

2017 mussten die Berliner und Brandenburger bei den Nahrungsmitteln für nahezu alle Gütergruppen noch tiefer in die Tasche greifen. Besonders spürbar erhöhten sich die Preise für Speisefette und -öle, die im Jahresdurchschnitt in Berlin um rund 18 Prozent und in Brandenburg um rund 21 Prozent über denen des Vorjahres lagen. Vor allem Butter kostete in Berlin rund 38 Prozent und in Brandenburg rund 42 Prozent mehr als 2016. Auch die Preise für Molkereiprodukte stiegen in beiden Ländern deutlich, insbesondere für Milch, Sahne und Quark. Etwas schwächer stiegen die Preise für Fisch und Fischwaren, Fleisch und Fleischwaren sowie Obst.

Während in Brandenburg auch für Brot und Getreideerzeugnisse sowie für Zucker, Marmelade und andere Süßwaren mehr zu zahlen war, gingen die Preise hierfür in Berlin leicht zurück. Sparen konnten die Verbraucherinnen und Verbraucher in beiden Ländern beim Kauf von Gemüse und Eiern.

Entwicklung der Verbraucherpreise für Nahrungsmittel 2017

Preise bei Nahrungsmittel in Berlin und Brandenburg

Über das Datenangebot des Bereiches Preise informiert: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg