Industrie in Berlin und Brandenburg wächst

Gestiegene Auftragszahlen und Umsätze für Berliner und Brandenburger Industrie

Die Berliner und Brandenburger Betriebe meldeten im Oktober 2017 in der Industrie Umsatzzuwächse. Auch die Auftragseingänge sind im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen, informiert das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg.

Die 333 Berliner Industriebetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten setzten im Oktober 2017 insgesamt 1,8 Mrd. EUR um (+2,9 Prozent). Davon waren 0,7 Mrd. EUR Inlands- (+8,7 Prozent) und 1,1 Mrd. EUR Auslandsumsatz (-0,8 Prozent). Der Auftragseingang der Berliner Betriebe lag, bezogen auf das Basisjahr 2010 (=100), 6,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Im Inlandsgeschäft wurde ein Plus von 13,8 Prozent und im Auslandsgeschäft von 2,5 Prozent erzielt. Die Zahl der tätigen Personen stieg per Jahresfrist um 397 Beschäftigte auf 79 836.

Berlins umsatzstärkste Branche, die Hersteller pharmazeutischer Erzeugnisse, verzeichnete Umsatzsteigerungen von 6,8 Prozent (Inland +32,2 Prozent; Ausland +0,8 Prozent) und 4,7 Prozent mehr Auftragseingänge. Die Hersteller elektrischer Ausrüstungen meldeten rückläufige Umsätze (Inland -4,0 Prozent; Ausland -27,1 Prozent) und negative Auftragszahlen (Inland -30,6 Prozent; Ausland -22,9 Prozent).

In den Monaten Januar bis Oktober 2017 wurden in Berlin Umsätze in Höhe von 19,3 Mrd. EUR erzielt, 0,1 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Auslandsumsätze stiegen um 2,2 Prozent auf 11,7 Mrd. EUR. Die Auftragsentwicklung verlief negativ. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres nahm das Auftragsvolumen um 8,4 Prozent ab (Inland -17,8 Prozent; Ausland -1,7 Prozent).

Berliner Industriebetriebe

Die 442 Brandenburger Industriebetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten setzten im Oktober 2017 insgesamt 2,0 Mrd. EUR (+5,7 Prozent) um. Davon waren 1,3 Mrd. EUR Inlands- (+4,3 Prozent) und 0,6 Mrd. EUR Auslandsumsatz (+9,0 Prozent). Die Zahl der tätigen Personen erhöhte sich gegenüber Oktober 2016 um 1 824 Beschäftigte auf 81 974. Das preisbereinigte Auftragseingangsvolumen stieg, bezogen auf das Basisjahr 2010 (=100), um 20,6 Prozent (Inland +11,3 Prozent; Ausland +44,0 Prozent).

Brandenburgs umsatz- und beschäftigtenstärkste Branche, die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln, meldete einen Umsatzrückgang um 18,3 Prozent (Inland -12,5 Prozent; Ausland -35,8 Prozent). Die Betriebe der Metallerzeugung und - bearbeitung erwirtschafteten einen Umsatzzuwachs von 31,1 Prozent (Inland +9,8 Prozent; Ausland +54,5 Prozent) und ein Auftragsplus von 8,1 Prozent (Inland -3,0 Prozent; Ausland +17,4 Prozent). Die Hersteller chemischer Erzeugnisse erzielten ein Umsatzplus von 14,9 Prozent (Inland +14,2 Prozent; Ausland +19,2 Prozent) und erhielten 24,9 Prozent mehr Aufträge (Inland +23,0 Prozent; Ausland +39,7 Prozent).

Im Zeitraum Januar bis Oktober 2017 setzten die Brandenburger Industriebetriebe insgesamt 19,1 Mrd. EUR um, 0,9 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Inlandsumsätze erhöhten sich um 2,8 Prozent auf 13,4 Mrd. EUR, die Umsätze im Ausland sanken um 8,6 Prozent auf 5,6 Mrd. EUR. Brandenburgs Auftragsentwicklung veränderte sich hingegen positiv. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum nahm das Auftragsvolumen um 18,4 Prozent zu, wobei der Auftragsgewinn im Inland 10,8 Prozent und im Ausland 33,1 Prozent betrug.

Brandenburger Industriebetriebe

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg