Unternehmer gegen Bargeldlimits

Klares Nein zu Bargeldlimits

Unternehmer in Ostbrandenburg lehnen Bargeldlimits ab

IHK Ostbrandenburg befragte Unternehmer nach ihrer Meinung zur geplanten Obergrenze für das Bezahlen mit Scheinen und Münzen

Klares Nein zu Beschränkungen für Bargeldzahlungen: Die meisten Unternehmer in Ostbrandenburg lehnen Beschränkungen für Bargeldzahlungen ab. Das ist eines der Ergebnisse, die die IHK Ostbrandenburg bei der Befragung von Mitgliedsunternehmen erhalten hat. Mehr als zwei Drittel (71 Prozent) der befragten Firmen sind demnach gegen sogenannte Bargeldobergrenzen, 18 Prozent sind dafür.

Gundolf Schülke, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostbrandenburg, sagt: "Vor allem an die Einzelhändler müssen die Politiker beim Thema Bargeld denken. Viele haben auch Produkte im unteren Preissegment, für die nach wie vor mit Münzen und Scheinen bezahlt wird. Die Händler würden als Erste unter einer Bargeld-Abschaffung leiden."
Für die Befragung hat die IHK Ostbrandenburg über mehrere Wochen Unternehmen in ihrem Kammerbezirk angerufen. Mehr als 250 Firmen beteiligten sich an der repräsentativen Umfrage.

Das Thema Bargeld wird seit einiger Zeit öffentlich diskutiert. Es geht darum, ob Bargeld als Zahlungsmittel nur bis zu bestimmten Obergrenzen eingesetzt werden sollte oder sogar eine Abschaffung nötig ist. Die Befürworter der Abschaffung argumentieren, dass dadurch Geldwäsche bekämpft und Terrorismus die finanzielle Grundlage entzogen werden könne. Die Gegner sehen Bargeld hingegen als Zeichen von Freiheit an und halten es für unverzichtbar im Warenverkehr. Sie argumentieren, durch die Abschaffung sei eine flächendeckende Überwachung des Bürgers möglich, jedoch keine Eindämmung des Terrorismus.

Mehr Informationen zur Bargeld-Umfrage unter https://ihk-obb.de/bargeld

Quelle: IHK Ostbrandenburg