Entwicklung intermodaler Schienengüterverkehre - Industrieregion Lausitz mit an Bord

Lausitz als Partner von Dortmund, Frankfurt/Main, Hamburg und Regensburg/Nürnberg bei der Entwicklung intermodalen Schienengüterverkehre

Kombinierte Verkehre (KV) Straße/Schiene oder Binnenschiff können als umweltfreundliche Alternative zum reinen Straßengüterverkehr bei effizienter Organisation gleichzeitig ökonomische Vorteile bieten. Das Kooperationsprojekt "ERFA KV" dient dazu, KV- Potenziale im Erfahrungsaustausch der Industrieregion Lausitz als gleichrangiger Partner mit den Regionen Dortmund, Frankfurt am Main, Hamburg und Regensburg/Nürnberg noch besser zu heben.

Kernziel ist, Unternehmen für das Thema Kombinierter Verkehr zu sensibilisieren und dessen ökologische und wirtschaftliche Vorteile für die eigenen Unternehmen zu veranschaulichen sowie Lösungsansätze durch gegenseitigen Erfahrungsaustausch zu fördern.

Zum Auftakt des Projektes in der Lausitz haben sich am 30. November 2017 Akteure aus Wirtschaft, Politik und Forschung bei STR / Bertschi in Schwarzheide getroffen. Eingeladen zu dem Treffen haben der Unternehmerverband Brandenburg-Berlin e.V. und die IHK Cottbus, die das Projekt inhaltlich und organisatorisch unterstützen. Die fachliche Durchführung erfolgt durch die Studiengesellschaft für den Kombinierten Verkehr (SGKV) e.V. gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik (IML). Das Projekt wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert sowie vom Ministerium Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg sowie der Wirtschaftsförderung Brandenburg begleitet.

Der Strukturwandel in der Lausitz braucht ein leistungsfähiges und bedarfsgerechtes Transportsystem für den Güterverkehr. Das angestrebte Wachstum der Wirtschaft in der Lausitz wird im Güterverkehr zu steigenden Anforderungen an das Verkehrssystem führen. Leistungsgrenzen der vorhandenen Infrastruktur und ökologische Gründe erfordern den Güterverkehr möglichst effizient und umweltverträglich zu gestalten.

Das ERFA - Projekt dient dem direkten Dialog zwischen Unternehmen, verknüpft mit Informationstransfer zwischen der Lausitz und den anderen Regionen. Hierfür werden Erfahrungsaustauschgruppen gebildet. Am 23. Januar 2018 werden dazu in der BASF Schwarzheide erstmals Transporteure, Verlader und produzierende Unternehmen aus Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und aus Berlin zusammen kommen, um konkrete Ansätze der künftigen Verladung auf die Schiene zu diskutieren und einen Maßnahmeplan zur Umsetzung festzulegen.

Das Thema Kombinierter Verkehr lässt sich, so die einheitliche Meinung, intensiv mit den sich entwickelnden Wirtschaftsstandorten und dem Strukturwandel verbinden, weil hierzu in der Lausitz besonders effiziente Materialfluss- und Transportsysteme beitragen. Der Unternehmerverband Berlin e.V. und die IHK Cottbus begrüßen daher den innovativen Ansatz, durch ein Wirtschafts-Verkehrsnetzwerk in der Industrieregion Lausitz ein moderiertes Forum als eine Plattform für den Austausch zwischen den Strukturwandel beteiligten Parteien und mit den regionalen und wirtschaftlichen Korrespondenzregionen zusammen mit dem ERFA Projekt und weiteren Initiativen und Projekten zu schaffen. Diese Plattform kann zielrichtet Vorschläge und Anforderungen zur Verbesserung der Rahmen- und Standortbedingungen vortragen. Auch hierdurch wird die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur optimiert und Anforderungen flexibler Transportketten Rechnung getragen

www.erfa-kv.de

Quelle: IHK Cottbus