Baugewerbe in Berlin und Brandenburg

Baugewerbe in Berlin und Brandenburg

Berliner Baugewerbe bleibt 2017 kleinbetrieblich strukturiert

Im Berliner Bauhauptgewerbe wurden Ende Juni 2017 im Rahmen einer Totalerhebung 2 199 Betriebe befragt. Das waren 4,7 Prozent weniger als im Vorjahr, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit. In diesen Betrieben arbeiteten 23 229 Beschäftigte. Das ist ein Plus von 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei knapp der Hälfte (49,2 Prozent) der Betriebe war die Inhaberin bzw. der Inhaber in die Handwerksrolle eingetragen. 59,1 Prozent aller Betriebe beschäftigen weniger als fünf tätige Personen. 88,9 Prozent aller Betriebe hatten weniger als 20 Mitarbeiter.

In den Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten waren 63,0 Prozent aller Personen (14 626) tätig und erbrachten gut drei Viertel des baugewerblichen Umsatzes im Kalenderjahr 2016. Im gesamten Jahr 2016 erwirtschafteten die Berliner Betriebe des Bauhauptgewerbes 3,4 Mrd. EUR baugewerblichen Umsatz. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Zunahme um 6,6 Prozent.

Neben Ergebnissen zur Struktur der Betriebe des Berliner Bauhauptgewerbes werden bei der jährlichen Erhebung auch Daten zur konjunkturellen Entwicklung für den Monat Juni erhoben. Danach ist der baugewerbliche Umsatz im Juni 2017 gegen- über dem Wert des Vorjahresmonats um 12,6 Prozent auf 319,5 Mill. EUR gesunken.

Der baugewerbliche Umsatz je Beschäftigten sank im Juni 2017 gegenüber dem Vorjahresmonat um 18,5 Prozent auf 13 753 EUR. Im Juni 2017 wurden mit 2,3 Mill. Arbeitsstunden, arbeitstäglich berechnet, 11,2 Prozent mehr geleistet als im Juni 2016. Die Entgelte des betrachteten Monats beliefen sich auf 56,7 Mill. EUR und sind gegenüber dem Vorjahreswert um 7,7 Prozent gestiegen. Je Beschäftigten betrugen sie 2 440 EUR und sind damit gegenüber dem Vorjahr annähernd gleich geblieben (+0,4 Prozent).

Brandenburger Bauhauptgewerbe bleibt 2017 handwerklich geprägt

Im Brandenburger Bauhauptgewerbe wurden Ende Juni 2017 im Rahmen einer Totalerhebung 4 776 Betriebe befragt. Verglichen mit dem Vorjahr ist das ein Rückgang um 1,0 Prozent. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, waren in diesen Betrieben 34 540 Personen tätig, 1,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Bei fast zwei Dritteln der Betriebe war die Inhaberin bzw. der Inhaber in die Handwerksrolle eingetragen. Die Handwerksbetriebe beschäftigen 70,5 Prozent aller im Brandenburger Bauhauptgewerbe tätigen Personen und erzielten 63,3 Prozent des baugewerblichen Umsatzes im Kalenderjahr 2016. Knapp zwei Drittel der Brandenburger Betriebe des Bauhauptgewerbes hatten weniger als fünf Beschäftigte, 93,1 Prozent der Betriebe weniger als 20 Mitarbeiter. In den Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten waren etwa 48,3 Prozent (16 696) aller Personen tätig, und sie erbrachten 64,7 Prozent des baugewerblichen Umsatzes im Kalenderjahr 2016. Im gesamten Jahr 2016 erwirtschafteten die Betriebe des Brandenburger Bauhauptgewerbes 4,3 Mrd. EUR; das sind 2,8 Prozent mehr als im Jahr 2015.

Neben Ergebnissen zur Struktur der Betriebe des Bauhauptgewerbes im Land Brandenburg werden bei der jährlichen Erhebung auch Daten zur konjunkturellen Entwicklung für den Monat Juni erhoben. Danach betrug der baugewerbliche Umsatz im Juni dieses Jahres 423,0 Mill. EUR. Gegenüber Juni 2016 ist das eine Zunahme um 11,5 Prozent. Dabei stieg der Umsatz im Wohnungsbau im Juni 2017 gegenüber Juni 2016 um 22,6 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz je Beschäftigten wuchs im Juni 2017 gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,2 Prozent auf 12 246 EUR. Im Juni dieses Jahres wurden mit 3,9 Mill. Arbeitsstunden, je Arbeitstag berechnet, 2,3 Prozent mehr als im Juni 2016 geleistet. Die Entgelte des betrachteten Monats beliefen sich auf 80,0 Mill. EUR und lagen damit um 4,4 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats. Je Beschäftigten betrugen sie 2 316 EUR; 3,3 Prozent mehr als im Juni 2016.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg