Wasser im Großräschener Hafen

Erstes Wasser schwappt in den künftigen Hafen Großräschen

Fluten des Großräschener Sees durch Bergbausanierer geht weiter

Senftenberg/Großräschen - Wie Doris Mischke, Leiterin der Flutungszentrale Lausitz der LMBV heute bestätigte, hat der Wasserpegel im Großräschener See nunmehr den Wert von ca. 97,50 m NHN erreicht.

Damit ist der Wasserspiegel seit Aufnahme der Flutung im Jahr 2007 um fast 46 Meter angehoben worden, bezogen auf die tiefste Stelle im Restloch. Seit Jahresende 2016 konnte der Wasserspiegel durch die Flutungszentrale um mehr als drei Meter angehoben werden.

Bereits seit dem Wochenende zeigte sich aufsteigendes Wasser im Hafenbecken, dessen Sohle bei diesem Wert von ca. 97,50 m NHN liegt, wie der zuständige LMBV-Abteilungsleiter Michael Matthes bei einer Inaugenscheinnahme am Montag früh am 06.11.2017 selbst feststellen konnte. In den letzten Wochen war jeweils etwa ein Seepegel-Anstieg von bis zu 12 Zentimeter gemessen worden. Mehr als 5 Mio. Kubikmeter wurden innerhalb des Jahres 2017 über den Oberen Landgraben und das Restloch Sedlitz für die Flutung des Großräschener Sees herangezogen.

Die Wasserfläche ist inzwischen rund 600 Hektar groß, seine max. Ausdehnung wird einmal 790 Hektar betragen. Das Gesamtfassungsvolumen des Sees liegt bei ca. 130 Mio. Kubikmeter. Die Flutungsleitung wurde aus GFK-Rohr mit einer Weite von DN 1200 errichtet. Sie hat eine Länge von 3.536 Meter. Sie wurde im Februar 2007 fertig gestellt. Über diese kann bis zu einer Kapazität: von 2,00 m³/s Wasser aus der Wasserbehandlungsanlage zugeleitet werden. Das Tosbecken des Zuleiters bzw. die Sohle der Zuleitung liegt bei 62,50 m NHN, der Ausgangswasserstand im Restloch Meuro begann bei 51,55 m NHN.

Insgesamt konnten im Jahr 2017 bereits mehr als 136 Mio. Kubikmeter Wasser für die Flutung der Lausitzer Bergbaufolgeseen der LMBV eingesetzt werden. Dabei kamen etwa 107 Mio. Kubikmeter aus dem Spree-Einzugsgebiet und 29 Mio. Kubikmeter aus dem Einzugsgebiet der Schwarzen Elster.

Quelle: LMBV