Arbeitsplätze in der Lausitz müssen Priorität haben

Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat in der Diskussion um die Klima- und Energiepolitik gefordert, bei der Suche nach vernünftigen Lösungen immer auch an die Menschen in den betroffenen Regionen zu denken.

"Nach den Zielen des Klimaschutzplans 2050 muss vor einem Kohleausstieg der Strukturwandel in den betroffenen Gebieten wie der Lausitz geschafft sein", sagte Tillich am Mittwoch in Dresden.

Er reagierte damit auf eine Erklärung von 51 Unternehmen und Verbänden zum Klimaschutz, die in dieser Woche veröffentlicht worden war.

Tillich betonte mit Blick auf den nötigen Strukturwandel, die‎ Unternehmen seien eingeladen und aufgerufen, sich dabei aktiv zu beteiligen, Zukunftstechnologien anzusiedeln und neue Arbeitsplätze zu schaffen.

"Leider passiert in der Lausitz gerade das Gegenteil: Großunternehmen wie Bombardier bauen Arbeitsplätze ab oder wollen wie Mitunterzeichner Siemens in Görlitz ganze ‎Standorte schließen. Die dort um den Erhalt ihrer innovativen Arbeitsplätze kämpfenden ‎Beschäftigten genießen meine volle Unterstützung."

Quelle: SSK - Sächsische Staatskanzlei