Flutungstermin Cottbuser Ostsee wird unwahrscheinlicher

LEAG-Tagebausee erneut umgeplant - Flutungstermin wird unwahrscheinlicher

Cottbus, 27.10.2017. Der Umweltverband GRÜNE LIGA sieht in der dritten Öffentlichkeitsbeteiligung zur Flutung des Cottbuser Tagebausees eine Bestätigung seiner jahrelangen Kritik an dem Projekt.

"Nun ist es öffentlich: Die bisherigen Pläne für den Tagebausee waren ungeeignet und mussten überarbeitet werden. Inzwischen wird der dritte Antrag öffentlich ausgelegt, eine Flutung im November 2018 wird damit in Frage gestellt." sagt René Schuster von der GRÜNEN LIGA.

Im Amtsblatt der Stadt Cottbus ist eine Auslegung von 4.12.2017 bis 12.01.2018 bekannt gemacht worden. Ein Abschluss des Verfahrens bis zur vom Tagebaubetreiber propagierte Flutung ab dem 1. November 2018 ist damit zunehmend unwahrscheinlich.

Offensichtlich wird eine gänzlich neue Planung für die Ausleitung des Seewassers zur Spree vorgelegt, da beispielsweise ein "Erweiterter Variantenvergleich für die Ausleitung aus dem See" ausgelegt und der Schwarze Graben bei Maust nicht mehr ausgebaut werden soll.

Der erste Planfeststellungsantrag vom Dezember 2014 wurde schon einmal umfangreich ergänzt und erneut ausgelegt. Dennoch war diese Planung im Erörterungstermin im November 2016 von der zuständigen Wasserbehörde als nicht genehmigungsfähig bezeichnet worden.

Der Cottbuser Ostsee steht unter anderem in der Kritik, weil er allen Prognosen zufolge die Sulfatbelastung der Spree verstärken würde, durch die auch die Trinkwassergewinnung für große Teile Berlins in Frage gestellt wird.

Wesentliche Kritikpunkte an der Seeplanung sind in einem 2015 erschienenen Informationsblatt anschaulich zusammengefasst:

Zur aktuellen Bekanntmachung im Amtsblatt:

Quelle: Umweltgruppe Cottbus e.V.