Baupreise in Berlin und Brandenburg steigen

Weiterhin hohe Preissteigerungen am Bau in Berlin und Brandenburg

Im August 2017 stiegen die Preise für den Neubau von Wohngebäuden (Bauleistungen am Bauwerk) gegenüber August 2016 in Berlin um durchschnittlich 3,6 Prozent und im Land Brandenburg um 4,0 Prozent. Damit lag die jährliche Preiserhöhung am Bau in Berlin unverändert hoch auf dem Niveau von Mai 2017. Im Land Brandenburg wurde erstmals seit fünf Jahren wieder die 4-Prozent-Marke erreicht, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit. Im Vergleich zum Vorberichtsmonat Mai 2017 betrug der Anstieg sowohl in Berlin als auch in Brandenburg 0,8 Prozent.

Nach einer jährlichen Teuerung um 3,6 Prozent in Berlin und 3,7 Prozent in Brandenburg im Mai 2017 brachte auch der August keine Entspannung. Insbesondere in Brandenburg setzte sich der zunehmende Auftrieb der Baupreise unverändert fort. In Berlin lag die jährliche Teuerung hingegen erneut bei +3,6 Prozent. Stärker als im August 2017 stiegen die Baupreise im Vorjahresvergleich in Berlin zuletzt im November 2008 um 3,9 Prozent und in Brandenburg im August 2012 um 4,3 Prozent.

In beiden Ländern verteuerten sich erneut Arbeiten im Ausbau stärker als im Rohbau. In Berlin nahm der jährliche Preisanstieg im Rohbau von 3,5 Prozent im Mai 2017 auf 3,6 Prozent im August 2017 zu. Im Ausbau stieg er von 3,6 Prozent auf 3,7 Prozent. In Brandenburg erhöhte sich im gleichen Zeitraum die jährliche Teuerung im Rohbau von 3,7 Prozent auf 3,9 Prozent und im Ausbau von 3,9 Prozent auf 4,2 Prozent.

Mit Abstand am stärksten verteuerten sich unter den Bauarbeiten binnen Jahresfrist in Berlin Gerüstarbeiten um 14,1 Prozent, gefolgt von Tapezier- und Erdarbeiten um 8,2 Prozent bzw. um 7,9 Prozent. In Brandenburg stiegen die Preise gegenüber dem Vorjahr für Verbauarbeiten am stärksten und zwar um 13,3 Prozent. Weit überdurchschnittlich verteuerten sich auch Naturwerksteinarbeiten um 8,7 Prozent. Die Preise für Mauer- und Betonarbeiten, die Bauarbeiten mit dem größten Anteil am Neubau für Wohngebäude, entwickelten sich unterschiedlich. Während sie sich in Brandenburg gegenüber August 2016 um 4,7 Prozent bzw. 3,2 Prozent erhöhten, stiegen in Berlin lediglich die Preise für Betonarbeiten um überdurchschnittliche 4,7 Prozent. Die Preise für Mauerarbeiten hingegen gingen um 0,9 Prozent zurück.

Auch die Neubaupreise für Nichtwohngebäude und Straßen unterlagen in beiden Ländern mit einem Zuwachs zwischen 3,9 Prozent und 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr einem stärkeren Preisschub als im Mai 2017. Für die Instandhaltung eines Wohngebäudes zahlte man im August 2017 in Berlin 4,4 Prozent und in Brandenburg 4,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Schönheitsreparaturen in einer Wohnung verteuerten sich in Berlin um 5,1 Prozent und damit vergleichsweise stark. In Brandenburg hingegen war hierfür ein Anstieg um 3,7 Prozent und damit einer der schwächsten Anstiege zu verzeichnen.

Baupreisindizes im August 2017 (Basis 2010 ≙ 100)

Baupreisindizes im August 2017

Quelle: Über das Datenangebot des Bereiches Preise informiert: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg